„Ich habe keine Eile“

Sport / 07.02.2020 • 22:18 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
DEC-Headcoach Kai Suikkanen sieht keine Gründe, die gegen eine Vertragsverlängerung bei den Bulldogs sprechen.Gepa
DEC-Headcoach Kai Suikkanen sieht keine Gründe, die gegen eine Vertragsverlängerung bei den Bulldogs sprechen.Gepa

Bulldogs-Coach Kai Suikkanen kann sich gut vorstellen, weiter den DEC zu trainieren.

Dornbirn Nach einigen freien Tagen begann gestern für die Bulldogs die Vorbereitung für die heiße Phase der Play-off-Qualifikation. Am 11. Februar geht es mit dem Westderby in Innsbruck weiter. DEC-Trainer Kai Suikkanen könnte das Kunststück gelingen, den Grunddurchgangsletzten doch noch ins Viertelfinale zu bringen. Über die Chancen darüber, seine Zukunftspläne und den Abgang von Jyri Aho bei Villach, sprach Suikkanen mit den VN.

Sie waren ein paar Tage bei Ihrer Familie in Finnland. Hatten Sie Zeit darüber nachzudenken, wo Sie in der nächsten Saison arbeiten werden?

Suikkanen Ich habe keine Eile.

Ist eine Vertragsverlängerung bei den Bulldogs möglich?

Suikkanen Alles ist möglich. Mir gefällt es hier, ich fühle mich wohl. Aber wenn es zu einer Vertragsverlängerungen kommen sollte, dann muss sich einiges verbessern. Niemand will ein Team sehen, das am Tabellenende steht.

Was müsste sich ändern?

Suikkanen Die Mannschaft muss die Chance haben, zwischen Platz fünf und acht mitzuspielen. Um das zu erreichen, bräuchte es Veränderungen im Kader, in der Betreuung und auch in anderen Bereichen des Vereins.

Ist für Sie dieses Mitspracherecht ein zentraler Punkt bei den Vertragsverhandlungen?

Suikkanen Sie dürfen mich nicht falsch verstehen. Ich werde nicht ins Bulldogs-Büro stürmen und sagen, du machst und du das. Mir geht’s darum, dass ich unter Berücksichtigung der finanziellen Möglichkeiten ein Team nach meinen Vorstellungen formen kann und dass die Rahmenbedingungen dabei passen.

Haben Sie sich eine Deadline gesetzt?

Suikkanen Es gibt keine. Ich mache diesen Job nicht wegen des Geldes, sondern weil es mir Spaß macht. Ich sehe keine Gründe, die gegen ein weiteres Jahr in Dornbirn sprechen. Sollte es nicht funktionieren, dann komme ich auch ganz gut ohne Eishockey zurecht.

War die Verpflichtung von Matias Sointu eine Idee von Ihnen?

Suikkanen Der Hauptgrund war natürlich, dass wir nicht genügend Spieler zur Verfügung haben. Außerdem kenne ich ihn von meiner Zeit in Bozen. Es bringt doch nichts, jemanden aus Nordamerika zu verpflichten, den man nie spielen gesehen hat. Bei Matias weiß ich, was er kann.

Wie groß ist die Chance, dass William Rapuzzi nach seiner Knöchelverletzung doch noch zum Einsatz kommt?

Suikkanen Glauben Sie mir, wir hoffen Tag und Nacht. Die Chance besteht, aber ich kann nicht sagen, wie lange es noch dauert. Der Gips ist weg, er arbeitet täglich mit dem Physiotherapeuten. Fakt ist, wenn Rapuzzi wirklich nicht mehr spielen kann, dann brauchen wir noch einen Scorer.

Bei der ersten Trainingseinheit nach den freien Tagen war auch Rasmus Rinne wieder mit dabei. Kehrt er als Nummer Eins zurück ins Tor?

Suikkanen Er ist fast zu 100 Prozent fit. Aber jedes der ausstehenden acht Spiele ist ein „Do-or-Die“-Spiel. Juha Järvenpää hat seine Sache in der Qualifikation gut gemacht. Ich sehe deshalb noch keine Notwendig zu tauschen.

Wie groß schätzen Sie die Möglichkeiten ein, dass sich Dornbirn für die Play-offs qualifiziert?

Suikkanen Wir haben den sechsten und achten des Grunddurchgangs geschlagen. Wir sind drei Punkte hinter einem Viertelfinalticket. Wir haben es selbst in der Hand. ABR