Wichtigeres als Skifahren

Sport / 07.02.2020 • 20:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Noch ist die Rückkehr von Mikaela Shiffrin in den Skizirkus nicht absehbar.gepa
Noch ist die Rückkehr von Mikaela Shiffrin in den Skizirkus nicht absehbar.gepa

Rennläuferinnen fühlen mit Mikaela Shiffrin.

Garmisch-Partenkirchen Der plötzliche Tod des Vaters von Mikaela Shiffrin hat auch im Lager der österreichischen Ski-Damen Betroffenheit ausgelöst. Alle sprechen der Rennläuferin ihr tiefes Mitgefühl aus. „Das sind Momente, wo man wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wird. Dass es doch nur Skifahren ist und es sehr viele andere Sachen gibt, die viel wichtiger sind“, sagte Nicole Schmidhofer. Shiffrin wird bei den Weltcuprennen dieses Wochenende in Garmisch-Partenkirchen fehlen, der Zeitpunkt ihrer Rückkehr in den Skisport ist ungewiss. Jeff Shiffrin, der für die Familie „unser Berg, unser Ozean, unser Sonnenaufgang, unser Herz, unsere Seele, unser Alles“ war, wie die Tochter in den sozialen Medien schrieb, starb bei einem Unfall daheim an Kopfverletzungen. Er war zuletzt zur Weihnachtszeit wie Mutter Eileen auf Bitten von Mikaela nach Lienz gereist, um der Tochter aus ihrer sportlichen Minikrise zu helfen – sie gewann daraufhin Riesentorlauf und Slalom in der Dolomitenstadt.

Österreichs Speedspezialistin Schmidhofer erzählte, dass es ihr im Nachhinein lächerlich erscheint, dass es für sie selbst schlimm gewesen sei, weil sie wegen einer Erkrankung die Abfahrt in Bansko auslassen musste. „Weil es ist einfach nur um ein Rennen gegangen und um nicht wirklich viel mehr.“