Gegen den Lieblingsgegner zum Siegen verdammt

Sport / 08.02.2020 • 15:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Abwehrchef Povilas „Paul“ Babarskas war zuletzt auch im Rückraum und auf der Kreisposition als Vollstrecker gefordert. VN/SAMS

Bregenzer Handballer stehen im ersten Heimspiel in diesem Jahr gegen Linz unter Zugzwang.

Bregenz Keine Verschnaufpause, um Trübsal zu blasen nach den ersten Rückschlägen in diesem Kalenderjahr haben die Bregenzer Handballer: Nach der 25:29-Niederlage bei Bärnbach/Köflach zum Auftakt der Abstiegsrunde und dem 27:31 auswärts bei Schwaz Handball Tirol im Cup-Achtelfinale wartet heute (19 Uhr) gegen Linz die nächste Partie mit Endspielcharakter auf die Equipe von Cheftrainer Markus Burger. „Der Blick auf die Tabelle spricht Bände, und man muss kein Mathematiker sein, um zu erkennen, wie angespannt die Lage ist. Die Punkteteilung nach dem Grunddurchgang hat dafür gesorgt, dass alle Teams im Kampf um den Klassenerhalt wieder Morgenluft gewittert haben“, betont Burger. „Deshalb haben Heimspiele eine wichtige Bedeutung. Wir sind erstmals 2020 in der Handballarena im Einsatz, wollen uns vor unseren Fans von der besten Seite zeigen und zwei Punkte holen.“

Hinter dem Einsatz von Kapitän Lukas Frühstück in der Partie gegen Linz steht wegen einer Blessur am Gesäßmuskel ein Fragezeichen. GEPA

Obwohl Burger ein Trainer ist, der nicht gerne nach hinten, sondern nach vorne blickt, hat er beim Videostudium des Gegners seinen Spielern die Kassetten der letzten beiden direkten Duelle mit Linz als zusätzlichen Motivationsschub gezeigt. Mitte Oktober gab es auswärts einen 31:26-Erfolg und am letzten Spieltag kurz vor Weihnachten einen 33:28-Heimsieg.

Elf Siege in elf Spielen

Dass die Stahlstädter so etwas wie der Lieblingsgegner sind, bestätigen die Ergebnisse in den letzten fünf Jahren. Seit 2015 gingen die Festspielstädter in allen elf Duellen als Sieger vom Parkett. Die von der Papierform her berechtigte Hoffnung auf den zwölften Streich in Folge und die damit verbundene Rückkehr auf die Siegerstraße wird allerdings durch die ellenlange Verletztenliste der Gastgeber getrübt. Während Marko Coric, Florian Mohr und Christian Jäger noch längere Zeit ausfallen werden, besteht bei Ante Esegovic und Josip Juric-Grgic die leise Hoffnung, dass sie in zwei Wochen in Graz ihr Comeback geben. Fraglich in der Partie gegen Linz ist allerdings Lukas Frühstück, der sich im Cupspiel eine Blessur am Gesäßmuskel zugezogen hat. Über einen Einsatz des Kapitäns soll unmittelbar vor Spielbeginn entschieden werden. Burger: „Unabhängig davon, ob Lukas spielen kann oder nicht, müssen wir uns mit maximaler Bereitschaft von der ersten bis zur letzten Sekunde der Aufgabe stellen. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand und alle Beteiligten sollten sich über den Ernst der Lage bewusst sein. Wir wollen das Viertelfinale erreichen und dafür sind zwei Punkte gegen Linz Pflicht.“