FC Bayern bleibt vorne

Sport / 09.02.2020 • 22:47 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Eine ungewöhnliche Szene mit David Alaba und Manuel Neuer.gepa
Eine ungewöhnliche Szene mit David Alaba und Manuel Neuer.gepa

Leipzigs Timo Werner vergibt im torlosen Topspiel die Entscheidung.

München Der FC Bayern hat dank eines erstaunlichen Fehlschusses von Leipzigs Torjäger Timo Werner die Tabellenspitze der deutschen Bundesliga behalten. Im Topspiel vergab der Topstürmer von RB Leipzig die Riesenchance, als er bei seiner Direktabnahme in der 63. Minute freistehend am Tor von Nationalmanschaftskollege Manuel Neuer vorbeischoss. Nach dem 0:0 in München bleibt der Titelkampf völlig offen. Auch die Bayern, die weiter mit einem Punkt vor Leipzig die Tabelle anführen, hatten spät die Chance zum Lucky Punch: Nationalspieler Leon Goretzka verpasste wie Werner den Siegtreffer, als er nach einem wunderbaren Zusammenspiel mit Robert Lewandowski frei am glänzend haltenden RB-Torhüter Peter Gulasci scheiterte.

In der ersten Hälfte boten die beiden besten Teams der Liga nicht das erhoffte Spektakel. Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Direktor Oliver Bierhoff waren der bayerische Branchenprimus und der sächsische Herausforderer viel auf Absicherung bedacht. Im zweiten Durchgang nahm das Spitzenspiel vor allem durch die Leistungssteigerung von Leipzig Fahrt auf. Außer Werner vergab noch Kapitän Marcel Sabitzer fahrlässig eine Großchance (46.).

Die Bayern wären fast zu einem Elfer gekommen. Nach Foul von Dayot Upamecano an Lewandowski, der sich den Ball schon auf den Punkt gelegt hatte, wurde der Strafstoß nach Videobeweis doch noch verwehrt (55.). Lewandowski hatte vor dem Foul im Abseits gestanden.

Philosophie und Lockerheit

Mit dem „Vertrauen in unsere Philosophie“ setzte Bayern-Coach Hansi Flick nach acht Siegen am Stück auch im Aufeinandertreffen zweier Traineraufsteiger auf das bewährte System. Wie erwartet liefen auch wieder die im Pokal geschonten Goretzka und Thiago auf. Sein Starensemble verteidigte hoch und agierte dominant. Immer wieder schlichen sich im Offensivspiel aber Ungenauigkeiten ein, die letzte Konsequenz fehlte. Nach der Pause verlor sein Team den Zugriff.

Flicks Leipziger Kollege Julian Nagelsmann beorderte die Neuzugänge Dani Olmo (Dinamo Zagreb) und Angelino (Manchester City) in seine Startformation. Die vom 32 Jahre alten Trainer erhoffte „nötige Lockerheit“ konnten die beiden Spanier aber nicht ins Spiel bringen. Die Nagelsmänner brauchten eine Hälfte, um nach drei nicht gewonnenen Partien am Stück die Schüchternheit abzulegen.

„Wir haben es verpasst, aus diesem Spiel unser Spiel zu machen.“