Das Ländle-Kleeblatt greift an

Sport / 10.02.2020 • 21:50 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Wolfsberg-Spieler Michael Liendl entgeht nichts. GEPA

Gleich vier Vorarlberger Profis stehen in der österreichischen Bundesliga bei unterschiedlichen Klubs über dem Arlberg unter Vertrag. VN.at weiß um ihre Ziele für das Frühjahr.

Schwarzach Der Routinier und Teamleader ist Michael Liendl. Der 34-Jährige sammelte nicht nur Erfahrung beim Wiener Spitzenklub Austria Wien, sondern vor allem auch in Deutschland und in den Niederlanden. Seit seiner Rückkehr zum Wolfsberger AC blüht der Vorarlberger noch einmal richtig auf. Nach einem überragenden Jahr 2019 will der Mittelfeldmann noch einmal nachlegen. An ein Karriereende denkt er jedenfalls noch nicht. Gedanken über seine Zukunft aber sind bei ihm durchaus erlaubt, zumal sie ja auch immer um Fußball drehen.

Michael Liendl übernimmt gerne Verantwortung, jetzt auch offiziell als Kapitän. <span class="copyright">gepa</span>
Michael Liendl übernimmt gerne Verantwortung, jetzt auch offiziell als Kapitän. gepa

Mit Kapitänsbinde in altbekannter Rolle

Er ist das Herz der Mannschaft, und er ist geblieben. Michael Liendl (34) sieht den WAC trotz dreier Abgänge und dem dritten Trainer in der Saison auf gutem Wege. „Der Trainerwechsel passierte ja nie im negativen Sinn“, erzählt der Neo-Kapitän des Tabellenvierten. Persönlich fühlt er sich gut in Schuss, zudem ist er sich seiner tragenden Rolle in der Mannschaft bewusst. „Da hat sich nichts verändert“, bleibt er gelassen. Das Ziel für das Frühjahr ist klar: „Wir wollen gut starten, denn wir wollen um einen internationalen Platz mitspielen.“ Sein Vertrag in Wolfsberg läuft bis Sommer 2021. Danach? „Ich will im Fußball bleiben.“

Lukas Jäger will mit Sturm um einen internationalen Startplatz spielen. <span class="copyright">Steurer</span>
Lukas Jäger will mit Sturm um einen internationalen Startplatz spielen. Steurer

So schnell wie möglich im Team spielen

„Ich bin dankbar für die Erfahrung, die ich machen durfte. Nürnberg ist ein großer Verein mit tollen Fans. Den Meistertitel zu feiern, Bundesliga-Luft zu schnuppern, all das war etwas Besonderes.“ Damit ist für Lukas Jäger (25) das Nürnberg-Gastspiel aber endgültig abgehakt. Seine Zukunft heißt Sturm (Vertrag bis 2022), wo er sich „so schnell wie möglich ins Team spielen“ will. Derzeit logiert der Mittelfeldmann aus Alberschwende noch im Hotel. Das soll sich zwar bald ändern, wichtiger ist ihm aber die sportliche Entwicklung. „Ich will vor allem spielen“, sagt Jäger. Deshalb gebe er Gas und nehme jeden Konkurrenzkampf an.

Valentino Müller möchte im Frühjahr auf mehr Einsatzzeiten kommen. <span class="copyright">gepa</span>
Valentino Müller möchte im Frühjahr auf mehr Einsatzzeiten kommen. gepa

„Bereit sein, wenn ich gebraucht werde“

278 Bundesligaminuten für den LASK hat Valentino Müller in den Beinen. Verständlich, wenn der 21-Jährige nun darauf brennt, diese Zahl im Frühjahr zu erhöhen. „Die Vorbereitung war richtig gut, ich fühle mich fit. Wichtig ist, dass ich bereit bin, wenn ich gebraucht werde“, bleibt der Ex-Altacher weiter positiv. Zumal er sich in Linz sehr wohl fühlt. „Wir haben eine richtig coole Mannschaft“, sagt er. Das Ziel für ihn kann deshalb nur heißen: So schnell wie möglich ein wichtiger Teil dieser Mannschaft zu werden. Davon lässt er sich nicht abbringen. „Ich konzentriere mich auf den Moment“, sagt Müller und will den Worten Taten folgen lassen.

Sebastian Santin hofft, mit der WSG Tirol den Klassenerhalt zu schaffen. <span class="copyright">gepa</span>
Sebastian Santin hofft, mit der WSG Tirol den Klassenerhalt zu schaffen. gepa

Alles für den Klassenerhalt

„Das Wichtigste ist der Klassenerhalt. Der Klub will unbedingt in der Liga bleiben.“ Diesem Ziel, so Sebastian Santin, ist in Wattens alles untergeordnet. Deshalb könne man sich nach dem Cup-Aus („Natürlich schmerzt es“) jetzt voll dem Kampf gegen den Abstieg widmen. Der 25-Jährige macht sich deshalb keine Gedanken um seine persönliche Rolle, zumal diese für alle gleich aussehe. „Ich will dem Klub helfen, ob auf dem Feld oder abseits davon.“ Dass sich der Ex-Harder, dessen Vertrag bis 2021 läuft, auf der offensiven rechten Außenbahn wohler fühlt als als Außenverteidiger, ist unbestritten, für ihn als Fußballer aber nicht maßgebend.