Alles Gute zum 50er, Adi Hütter

Sport / 11.02.2020 • 12:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Altacher Adi Hütter feiert einen runden Geburtstag. <span class="copyright">gepa</span>
Der Altacher Adi Hütter feiert einen runden Geburtstag. gepa

Vorarlbergs Trainerexport Nummer eins feiert am 11. Februar in Frankfurt seinen runden Geburtstag. Und die Eintracht feiert mit.

Frankfurt/Main Die Eintracht hat ihren 50 Jahre alten Rückrunden-Startrekord eingestellt. Großen Anteil daran haben Timothy Chandler und Filip Kostic, die ihre Torjägerqualitäten in der Rückserie voll unter Beweis stellen.

Adi Hütter im Interview

Frankfurts unverhoffter Torjäger war nach seinem ersten Karriere-Doppelpack leicht überfordert. „Ich bin gerade echt glücklich, aber ich weiß gar nicht, was ich erzählen soll“, sagte Timothy Chandler, der mit seinen Rückrundentreffern drei und vier die Grundlage für den hochverdienten 5:0-Sieg gegen den FC Augsburg geebnet hatte. Und damit seinem Trainer ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk zum 50. Geburtstag machte. Nicht nur, dass es vor den Europa-League-Spielen gegen seinen Ex-Klub Salzburg sportlich bestens läuft, der Vorarlberger fühlt sich in Frankfurt auch pudelwohl. Und er schaffte Besonderes, nämlich nach einem Negativlauf zum Jahresende über den Winter eine Trendumkehr zu erreichen. Mit der Eintracht ist er noch in drei Bewerben, Bundesliga mit Blick nach oben in der Tabelle, DFB-Pokal und Europa League vertreten. Alles Gute zum 50er, Adi Hütter!

Im besten Sportleralter von 29 Jahren hat Chandler, der gebürtige Frankfurter, seine Qualitäten als Torjäger entdeckt. „Ich muss das erstmal verarbeiten“, sagte der gelernte Verteidiger mit einem Lächeln.

Wirklich erklären konnte er seine neue Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor nicht. „Es ist nichts passiert, es ist einfach gerade das Selbstvertrauen nach den zwei Toren, die ich gemacht habe“, sagte Chandler und erklärte: „Ich bin öfter vor dem Tor und traue mich mehr. Vielleicht kommen noch ein oder zwei Tore dazu.“ Seine vier Saisontore sind schon jetzt persönlicher Bundesliga-Rekord.

Und auch SGE-Sportchef Bruno Hübner fragte sich ironisch, ob sich Chandler „die Torjäger Europas angeguckt hat.“ Es mache schon Spaß, ihm zuzusehen. „Er hat ein großes Herz, läuft immer die richtigen Wege und glaubt an sich. Dafür wird er im Moment belohnt“, sagte der 59-Jährige. „Da muss man fragen, welchen Zaubertrank er getrunken hat. Den hätte ich auch gerne“, ergänzte Sebastian Rode.

Zehn Punkte aus vier Rückrundenspielen, das gab es in der Metropole am Main zuletzt vor 50 Jahren zu feiern. Nach dem dritten Sieg im vierten Rückrundenspiel hat die SGE nun 28 Punkte auf dem Konto und überflügelte Augsburg (26). „Die Richtung stimmt zu 100 Prozent“, lobte Trainer Adi Hütter.