Eishockey: Offene Rechnung mit den Haien

Sport / 11.02.2020 • 13:05 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Dornbirn will die 1:6-Niederlage beim letzten Auswärtsmatch gegen Innsbruck heute ausmerzen.

Dornbirn Als am Montag kurz nach Mittag das Training der Bulldogs zu Ende war, begann William Rapuzzi seine Runden im Messestadion zu ziehen. Für den Amerikaner, der Anfang Jänner mit einer Fußverletzung ausfiel, ist es die zweite Einheit auf dem Eis. Erstmals stand er am Sonntag nach der sechswöchigen Verletzungspause auf dem rutschigen Untergrund. „Er ist auf dem Eis und in der Kabine so ein wichtiger Spieler. Auch wenn das alles noch mit viel Schmerzen verbunden ist, ist es doch ein starkes Zeichen für das gesamte Team“, findet Teamkollege Kevin Macierzynski viel Anerkennung für Rapuzzis Willen. Ob dieser allein jedoch ausreicht, um ihn nochmals zurück in den Ligaalltag zu bringen, wird sich zeigen. „Ich hatte im letzten Jahr genau dieselbe Verletzung und ich weiß, was er durchmacht. Eines ist jedoch klar: Er tut alles für eine Rückkehr“, erklärt Macierzynski.

Bulldogs im Playoff-Modus

Dornbirns torgefährlichster Angreifer in dieser Saison verletzte sich am 1. Jänner ausgerechnet gegen den heutigen Bulldogs-Gegner, die Innsbrucker Haie. Im Westderby müssen die Messestädter ab 19.15 Uhr wieder über sich hinauswachsen, um Zählbares aus Tirol mitzubringen.

Noch zu gut ist die letzte Niederlage im Haifischbecken in Erinnerung. „Bei der 1:6-Pleite am Stefanitag waren wir nicht bereit. Wir waren einfach nur schlecht. Innsbruck hat uns klar die Grenzen aufgezeigt.“ Dornbirn-Coach Kai Suikkanen weiß aber auch, dass sich seit diesem Zeitpunkt viel getan hat in seinem Kader. „Wir können jedes Spiel eng gestalten, und wenn wir nicht zu viele Gegentore erhalten, haben wir gute Chancen, uns durchzusetzen.“ Dazu braucht es wohl wieder eine Glanzleistung von DEC-Torhüter Juha Järvenpää. Der Finne agierte in der Qualifikationsrunde bisher in Topform. 59 Schüsse wurden in seine Richtung abgefeuert, lediglich einen einzigen musste der 30-Jährige passieren lassen. Daraus ergibt sich eine Fangquote von 98,3 Prozent in den ersten beiden Matches der Zwischenrunde. „Wir wissen, dass jeder verlorene Zweikampf und jeder Fehler bereits entscheidend sein kann. Wir sind schon jetzt im Playoff-Modus“, so Järvenpää.

Die Innsbrucker, die nach zwölf Niederlagen in Folge zuletzt gegen Villach gewinnen konnten, halten wie die Bulldogs bei vier Zählern. Für HCI-Headcoach Rob Pallin ist die Bedeutung klar: „Gefühlt ist es ein weiteres Endspiel. Es zählt nur ein voller Erfolg.“ Vorausgesetzt, es gibt nach 60 Minuten einen Sieger sowie Villach und Linz sind in ihren Partien ebenfalls nach drei Dritteln erfolgreich, dann würde der Westderby-Gewinner auf einen Playoff-Platz vorrücken. ABR