Eishockey: VEU ist im Rennen, Rückschlag für den EHC

Sport / 12.02.2020 • 00:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Bregenzerwälder Julian Zwerger (l.) und Felix Beck haben das Nachsehen, Feldkirch-Stürmer Christoph Draschkowitz jubelt über die 1:0-Führung. stiplovsek

Feldkirch siegt im Derby gegen die Wälder 3:0, EHC verliert gegen Gröden 2:3.


Feldkirch, Lustenau Mit einem unaufgeregten 3:0-Erfolg gegen den EC Bregenzerwald bleibt die VEU Feldkirch in der Qualifikationsgruppe B auf dem Weg in Richtung Aufstiegsplatz. Einen Rückschlag erhielten die diesbezüglichen Bemühungen in Lustenau. Der EHC zog eggen Gröden mit 2:3 den Kürzeren, fiel in der Tabelle auf Rang vier zurück.
Im Derby in der Vorarlberghalle waren die Fronten schnell geklärt. Die VEU übernahm von der ersten Minute das Diktat, der Bregenzerwald hatte nur wenig entgegenzusetzen. Der erste Torjubel war noch ein Fehlalarm, der Schuss von Dylan Stanley landete nur am Pfosten. Eine Sololauf von Christoph Draschkowitz bescherte der VEU die 1:0-Führung (13.), die Wälder blieben ohne zwingende Torchance. Robin Soudek meldete sich im Comebackspiel mit seinem 27. Saisontreffer zurück, pfefferte die Scheibe an Torhüter Karlo Skec, der nach 20 Minuten Felix Beck abgelöst hatte, vorbei zu 2:0-Führung (23.). Die VEU fand mehrere gute Möglichkeiten auf eine Ergebniskorrektur vor, die Wälder blieben offensiv beschränkt. Am Ende besorgte Smail Samardzic mit einem Empty-Net-Treffer den 3:0-Endstand „Wir haben zwar ein paar Tore zu wenig geschossen, aber ich denke, wenn man zu Hause zu null spielt, ist das in Ordnung“, meinte Feldkirch-Coach Michael Lampert.
Beim EHC, der ohne die verletzten Martin Grabher Meier, Colin Long und Dominik Oberscheider auskommen musste, taten sich bei der 2:3-Niederlage gegen Gröden alte Problemfelder auf. Zum einen verjuxten die Schützlinge von Christian Weber fünf Überzahlspiele und vergaben eine Vielzahl guter Torchancen. Zum anderen bekamen die Sticker das Grödner Topduo Matt Wilkins (zwei Tore) und Bradley MGowan (eines) nicht in den Griff. Lustenau hatte im ersten Drittel mehr vom Spiel, setzte den Puck aber entweder wie Timo Demuth an die Torumrandung oder über das Gehäuse, wie Max Wilfan und Chris D‘Alvise. In Unterzahl schockten die Gäste im Mitteldrittel mit dem 1:0 (30.) durch Wilkins den EHC. Auf das 1:1 (39.) von Dominic Haberl ließ McGowan mit der Drittelsirene das 1:2 (40.) folgen – und zog dem EHC damit den Zahn. Im Schlussabschnitt war der Hausherr erst nach acht Minuten mit dem ersten Torschuss präsent, da hatten die Südtiroler aber bereits durch Wilkins das 3:1 (44.) vorgelegt. Bei einer 6:4-Überzahl sorgte Frederik Rasmussen noch für die Resultatskosmetik zum 2:3 (57.). do-ko