An den Weltmeistern vorbeigesegelt

Sport / 13.02.2020 • 16:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Benjamin Bildstein (hinten) und David Hussl gehen als Führende in die letzten beiden Tage der 49er-Weltmeisterschaft. OESV

Benjamin Bildstein und David Hussl übernehmen nach den ersten Rennen der Goldflotte die Führung bei der 49er-WM in Australien.

Geelong Am vierten Tag der Weltmeisterschaft vor Geelong/Australien übernahmen Benjamin Bildstein und David Hussl die Zwischenführung in der Goldflotte. Die rot-weiß-roten 49er verdrängten mit einem Wettfahrtsieg und einem zweiten Platz die fünffachen Weltmeister Burling/Tuke vom ersten Platz.

Am Donnerstag, dem vierten Tag der Weltmeisterschaft vor Geelong, starteten Benjamin Bildstein und David Hussl bei guten Windbedingungen in der Nachmittagssession stark in die 49er-Goldflotte und setzten ihre Top-3-Ergebnissserie vorerst fort. Mit den Plätzen zwei und eins in den ersten beiden Races des Tages verbuchten sie nicht nur den siebten und achten Podestplatz in Folge, sondern ließen auch die fünffachen Weltmeister und Olympiasieger von 2016, Burling/Tuke, hinter sich. „Nach langer Wartezeit konnten wir zwei tolle Ergebnisse einfahren. Wie auch in den letzten Tagen hat einfach alles gepasst“, zeigte sich Vorschoter Hussl erfreut. Trotz eines 20. (Streichergebnis) und eines zwölften Platzes in den beiden weiteren Wettfahrten blieb das Duo vom Yacht Club Bregenz in der Zwischenwertung an der Spitze. „In den letzten beiden Races haben wir bereits beim Start viel liegengelassen. In der Goldflotte ist es dann richtig schwer, den Weg nach vorne zu finden. Es ist natürlich schade, dass wir gleich zwei nicht so gute Ergebnisse hinnehmen mussten. Morgen werden wir wieder Vollgas geben“, so der Tiroler, der trotz der Zwischenführung weiß, dass in der Goldflotte „jeder Tag entscheidend ist und von vorne beginnt“.

„Es geht an die Substanz“, gab Bildstein im Gespräch mit den VN zu. Der Wolfurter betonte noch einmal die Dichte an der Weltspitze. „Da kann sich der kleinste Fehler auswirken.“ Nicht nur körperlich, sondern auch von der Konzentration her wird den beiden in den Tagen von Geelong alles abverlangt. „Seglerisch“, so Bildstein, „sind wir voll dabei und auch das Material passt.“ Jetzt brauche es an den letzten zwei Tagen auf See auch die richtigen Entscheidungen. Das erste Ziel ist es, die Qualifikation für das Medal-Race am Sonntag zu schaffen. Schon jetzt steht fest: Nach der WM werden Bildstein/Hussl in der Heimat ein intensives Konditionsprogramm absolvieren.

David Hussl