Bereit für den nächsten Schritt

Sport / 13.02.2020 • 18:30 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Die Stimmung passt, die Defensivarbeit wurde stark verbessert, allein die Torgefährlichkeit der Altacher bleibt vor dem Rückrundenstart noch eine kleine Unbekannte.VN-Stiplovsek
Die Stimmung passt, die Defensivarbeit wurde stark verbessert, allein die Torgefährlichkeit der Altacher bleibt vor dem Rückrundenstart noch eine kleine Unbekannte.VN-Stiplovsek

Schon der Frühjahrsstart am Samstag (17 Uhr) gegen die Austria wird für Altach ein erster Gradmesser.

Altach In Altach träumen die Fans von der Rückkehr in den Europacup. Davon ist man derzeit einiges entfernt, doch beim Cashpoint SCR Altach – als derzeitiger Tabellenachter spielt man nach der Punkteteilung in der Qualifikationsgruppe – ist man bereit für den nächsten Schritt. Zumal ja seit der Bundesliga-Reform der Sieger der Qualigruppe die Chance auf einen Startplatz in der Europa League erhält. Was die Fans schon ab Samstag erwartet, lesen Sie im VN-Check:

Die Defensive. Im Tor gehört das Einserleiberl ganz klar Martin Kobras. Der 33-Jährige steht seit 2009 (!) seinen Mann und weist eine erstaunliche Konstanz. Auch in Sachen Erfahrung (199 Bundesligaspiele) ist er die Nummer eins. Zusammen mit Reuf Durakovic (25) sowie den österreichischen Nachwuchsteam-Torhütern Benjamin Ozegovic (20) und Jakob Odehnal ergibt dies ein starkes Quartett zwischen den Pfosten. Davor soll und kann das neue Innenverteidigerpaar Berkay Dabanli (29) und Philipp Schmiedl (22) für die im Herbst oft vermisste Sicherheit sorgen. Links ist Emir Karic (22) gesetzt, rechts hat Manuel Thurnwald (21) zu Anderson (22) aufgeschlossen. Da Philipp Netzer (34) schon Teile des Mannschaftstrainings mitmacht, wird die Auswahl bald größer. Zumal noch Allzweckwaffe Jan Zwischenbrugger bereitsteht. Der 29-Jährige dürfte vom Abwehrzentrum ins defensive Mittelfeld vorgezogen werden. In der Vorbereitung überzeugte er da den Trainer, obwohl der Konkurrenzkampf groß ist. Neuzugang Alain Wiss (29) gilt als „ordnende Hand“. Mit Lars Nussbaumer (19) macht ein junger Druck, dazu gesellt sich Samuel Oum Gouet (22). Der Auswahlspieler von Kamerun ist rekonvaleszent und für den Rückrundenstart noch nicht fit. Bleibt noch der Mann für alle Fälle, Emanuel Schreiner. Der 31-Jährige kann auf der linken Seite praktisch alles spielen, er glänzte schon als Torschütze und verteidigte bereits im Zentrum.

Die Offensive. Sidney Sam ist der „Unterschiedspieler“. Zuweilen erinnert der 32-Jährige, der mehr denn je Spielfreude zeigt, in seiner Art an Arjen Robben. Im Zentrum hat sich Johannes Tartarotti (20) nicht erst seit dem Fehlen von Manfred Fischer (24) etabliert. Letzterer ist nach überstandener Verletzung wieder im Mannschaftstraining. Dasselbe gilt für Marco Meilinger (28) nach dessen Schienbeinbruch. Mit der Rückkehr des Duos wird die Offensive für die Gegner mit Sicherheit noch unberechenbarer und vor allem auch torgefährlicher werden. Eine kleine Unbekannte ist Julio Villalba (21) im Sturmzentrum. Dem Leihspieler aus Mönchengladbach fehlt es sicherlich an Spielpraxis, dennoch glauben viele daran, dass er den von Salzburg zurückbeorderten Mergim Berisha vergessen machen kann. Der Mann für das Besondere in der SCRA-Offensive ist Christian Gebauer (26). Seine Tore sind zumeist besonders schön, sein Antritt ist fulminant. Geduld wird das Quartett Daniel Nussbaumer (20), Florian Jamnig (29), Aljaz Casar (19), Ogulcan Bekar (19) und Leo Mätzler (17) brauchen.

Die Fitness. Das Team um die Athletiktrainer Martin Hämmerle und Manuel Hofer leistet beste Arbeit. Zudem macht sich die Investition in die Erfassung von Bewegungsprofilen bezahlt. Altachs Spieler sind topfit und werden nach Verletzungen bestens betreut und herangeführt – dank Physio Patrick Rinderer und Masseur Jürgen Köck. Einen wesentlichen Anteil an der Rundumbetreuung hat auch das Ärzteteam um Dieter Moosmann.

Der Teamgeist. Das „gute Klima“ innerhalb der Mannschaft ist keine leere Worthülse, es wird gelebt. Dem sprichwörtlichen Kampf ums Leiberl zum Trotz, das Miteinander passt. Das bestätigen Spieler wie Matthias Maak (27) oder Frantz Pangop (26), die nicht mehr erste Wahl sind.

Das Betreuerteam. Das „Fundament“, sprich die Defensive ist der Unterbau jeder Mannschaft, wie Trainer Alex Pastoor im VN-Interview sagte. Dank seinem Team mit den Cotrainern Martin Bernhard, Sebastian Brandner, Jonas Hammerschmidt und Louis-Clement Ngwat-Mahop kann individuell in mehreren Gruppen gearbeitet werden. Hinzu kommt die Fachkompetenz von Sportdirektor Christian Möckel und Teambetreuer Mario Mayer.

Der VN-Tipp. Gelingt ein Sieg zum Auftakt, dann ist Platz sieben ein realistisches Ziel.

Julio Villalba soll den Berisha-Abgang kompensieren.VN/Steurer
Julio Villalba soll den Berisha-Abgang kompensieren.VN/Steurer