Ski alpin: Eine Momentaufnahme

Sport / 13.02.2020 • 08:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Präsidenten unter sich: Patrick Ortlieb und Peter Schröcksnadel. GEPA

Kritik von Schröcksnadel am Parallelrennen, Ortlieb bleibt gelassen.

Schwarzach Schrecksekunde für Lech-Zürs, im November 2020 Ausrichter eines Parallel-Riesentorlaufs im Weltcup. ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel hat sich gegen das Format ausgesprochen. „So wie es sich für mich darstellt, würde ich sie weglassen“, sagte er im Ö3-Radio über den Parallelbewerb. „Das ist eine Momentaufnahme von ihm“, meint der Zürser Organisationschef Patrick Ortlieb zu Schröcksnadels Meldung. „Ich bin gerade diesbezüglich in Kontakt mit ihm.“ Für den Olympiasieger ist die Aussage eine Reaktion auf die Kritik am Chamonix-Parallelbewerb u.a. von Alexis Pinturault. „Auch zu meiner Zeit haben Athleten schon aufgemuckt.“ Es gehe aber nicht, einem Ausrichter „ruck-zuck“ die Rennen wegzunehmen. „Am Modus kann allerdings geschliffen werden“, möchte Ortlieb aus Fairnessgründen zwei Läufe haben. Diesbezügliche Entscheidungen trifft das Weltcupkomitee. „Was wir brauchen, ist Planungssicherheit. Die Rennen sollen längerfristig in Zürs bleiben.“

Der ÖSV hat die Rennen nach Österreich geholt, sieht Walter Hlebayna, Präsident des Vorarlberg Skiverbandes, keinen Grund, die Zürs-Veranstaltung in Frage zu stellen. Auch, weil das Rennen bereits fix für die nächste Saison im Kalender verankert ist. „Wir fahren Parallelbewerbe ja nicht erst seit vorgestern. Es gab in Chamonix Ungereimtheiten, aber wir haben zuvor auch spannende Rennen gesehen. Über das Format kann man sich Gedanken machen. Mit einem Hin- und Retourlauf wäre die Fairness gesichert.“