Auf die „Krönung“ soll die Belohnung folgen

Sport / 14.02.2020 • 22:55 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
SCRA-Cheftrainer Alex Pastoor legt im Training zuweilen selbst Hand an.VN-Stiplovsek
SCRA-Cheftrainer Alex Pastoor legt im Training zuweilen selbst Hand an.VN-Stiplovsek

Cashpoint Altach eröffnet das Frühjahr mit Heimspiel gegen Austria Wien.

Altach Wenn Schiedsrichter Manuel Schüttengruber – der Oberösterreicher war zuletzt am 30. März des Vorjahres (2:1 gegen Mattersburg) bei einem SCRA-Heimspiel im Einsatz – heute um 17 Uhr die Partie gegen die Austria anpfeift, dann fehlt auf Seiten des heimischen Bundesligaklub noch ein namhaftes Quartett. Dennoch bezeichnet Cheftrainer Alex Pastoor die Rückkehr von Manfred Fischer und Marco Meilinger ins Mannschaftstraining als „Krönung der Vorbereitung“. Da auch Philipp Netzer und Samuel Oum Gouet große Teile des Trainingsprogramms schon mit der Mannschaft absolvieren, nimmt der Niederländer seine Spieler vor dem Frühjahrsauftakt in die Pflicht. „Es ist Zeit, dass sie sich dafür belohnen“, zieht er ein positives Resümee der nunmehr abgeschlossenen Vorbereitungszeit.

Wohlwissend, dass im Fußball vor allem die Ergebnisse zählen. Und die haben in den letzten Heimduellen mit den „Veilchen“ aus Wien für Altach gesprochen. Die letzten drei Spiele wurden gewonnen, allesamt ohne Gegentreffer und insgesamt sechs Partien in Folge ist man in der Cashpoint Arena gegen die Austria ohne Niederlage. Bemerkenswert dabei, dass in den Heimspielen gegen die Austria aus dem aktuellen SCRA-Kader nur ein Spieler Torerfolge für sich verbuchen konnte. Bis auf Emanuel Schreiner – 2. April 2016 (2:0) und 18. Oktober 2014 (1:1) – warten alle anderen Spieler noch auf einen Treffer. „Ich hoffe, sie brennen wie ich“, lässt Pastoor keine Zweifel über seinen Gemütszustand nach der langen Vorbereitungszeit aufkeimen. „Es hat aber auch was Gutes. So lassen sich die Neuen besser integrieren.“

Umstellungen

Zudem macht sich das Einstudieren mehrerer personeller Varianten für die Rheindörfler schon zum Auftakt bezahlt. Nicht nur, dass mit Manuel Thurnwald der Rechtsverteidiger gelbgesperrt ausfällt, auch Neuerwerbung Julio Villalba muss passen. Der 21-jährige Stürmer aus Paraguay musste am Donnerstag das Training wegen einer Muskelverletzung am rechten Oberschenkel abbrechen und hat sich am Freitag einer MR-Untersuchung unterzogen. Somit wird sich Pastoor in Sachen Offensivpersonal erst am Spieltag entscheiden. Ganz andere Sorgen hat Austria-Trainer Christian Ilzer. Er bestieg den Flieger nach Altenrhein mit einem Luxusproblem. Nur zwei Spieler fallen aus, die Leistungsdichte im Kader ist damit groß. Dennoch will man von übertriebenen Sehnsüchten nach der Meistergruppe nichts wissen. Die Ziele sind vielmehr leistungsorientiert. „Ich denke, dass wir ein Stück weitergekommen sind“, zeigt der 42-jährige Coach doch eine gewisse Anspannung vor dem Auftritt in Altach.

Die Ruhe als großes Plus

So gesehen strahlt Pastoor schon fast eine stoische Ruhe aus. Wobei der 53-jährige Niederländer diesbezüglich seinem Klub ein großes Kompliment ausspricht. „Die Ruhe im Verein, die Ruhe in der Mannschaft waren für mich doch etwas Neues“, wagt er nochmal einen Blick zurück auf die Phase mit den schwachen Ergebnissen im Herbst. Für die sportliche Entwicklung aber sei dies ganz wichtig gewesen. Zumal Pastoor selbst scheinbar nicht aus der Ruhe zu bringen ist. Die Begründung dafür ist für ihn ganz einfach: „Wem soll es was bringen, wenn ich nervös am Spielfeldrand agiere oder rumschreie?“ Dennoch gibt es Dinge, die ihn ärgern: „Blöde Fehler.“ Doch auch diese werden sachlich analysiert und besprochen. So wie es auch mit dem Gegner passiert. Mehr auch nicht, denn auch gegen die Austria will man selbst die Initiative ergreifen.

„Ich bin schon seit längerer Zeit richtig heiß auf den Start.“

VN-Sportchef Christian Adam (l.) und Maximilian Werner.vn
VN-Sportchef Christian Adam (l.) und Maximilian Werner.vn