Shiffrin fehlt, Schröcksnadel hofft

Sport / 14.02.2020 • 18:28 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nach dem Tod ihres Vater wird Mikaela Shiffrin auch bei den beiden Technikbewerben in Kranjska Gora nicht an den Start gehen. gepa
Nach dem Tod ihres Vater wird Mikaela Shiffrin auch bei den beiden Technikbewerben in Kranjska Gora nicht an den Start gehen. gepa

ÖSV-Damen möchten Sestriere vergessen machen.

Kranjska Gora Nach fast vier Wochen Pause starten die Technikerinnen im alpinen Ski-Weltcup mit einem Riesentorlauf am Samstag und einem Slalom am Sonntag in Kranjska Gora wieder durch. Mit US-Star Mikaela Shiffrin fehlt die Gesamtweltcupsiegerin und letzte Double-Gewinnerin in Slowenien weiterhin. Verbandspräsident Peter Schröcksnadel hoffte auf Punktezuwachs beim unter seinen Erwartungen fahrenden Team.

Vorsprung schmilzt

Nach dem Tod ihres Vaters ist Shiffrins Weltcup-Rückkehr laut US-Medien, die sich auf Informationen aus dem näheren Umfeld der dreifachen Gesamtweltcupsiegerin stützen, weiter nicht absehbar. Selbst ob die 24-Jährige bis zum Saison-Finale in Cortina d‘Ampezzo (ab 18. März) wieder einsteigt, sei demnach offen. Im Gesamtweltcup liegt Shiffrin derzeit noch 145 Punkte vor der in Topform fahrenden Italienerin Federica Brignone.

Österreichs Damen sinnen nach der 27-tägigen Rennpause auf Wiedergutmachung, der bisher letzte Riesentorlauf in Sestriere hatte mit dem schlechtesten ÖSV-Abschneiden in dieser Disziplin seit fast drei Jahren geendet. Katharina Liensberger war als 17. noch die Beste. „Ich konnte die Zeit, vor allem die letzten Tage, gut zum Trainieren nutzen. Sowohl körperlich als auch auf Schnee ging die Arbeit weiter“, sagte die 22-Jährige aus Göfis nach den Trainingstagen auf der Reiteralm, im Sarntal und am Weißensee.

Im Vorjahr holten Nicole Schmidhofer und Co. 5479 Punkte, nach zwei Drittel dieser Saison halten sie als Zweitplatzierte hinter Italien bei 2990 Zählern. Im Herren-Team hatte Schröcksnadel nach dem Abtritt Marcel Hirschers Punkteverluste eingeplant hat. „Aber ich habe auf die Damen schon gezählt.“ Allzu optimistisch schien der 78-Jährige für das anstehende Wochenende nicht. „Mal schauen, Kranjska Gora ist auch keine einfache Gegend.“

Im Slalom am Sonntag kommt die 19-jährige Lecherin Magdalena Egger zu ihrem zweiten Einsatz im Weltcup.