Wieder sorgt Daniel Nussbaumer dafür, dass Altach nichts anbrennen ließ

Sport / 13.06.2020 • 18:55 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Wieder sorgt Daniel Nussbaumer dafür, dass Altach nichts anbrennen ließ
Die Szene vor dem Tor, als Daniel Nussbaumer den heranfliegenden St.-Pölten-Goalie Christoph Riegler überhob. GEPA

Ein schnelles Tor des SCRA-Stürmers war Türöffner zum 2:0-Sieg über St. Pölten. Die Altacher bleiben damit auch im vierten Spiel der Qualifikationsgruppe ungeschlagen und verteidigten ihre Spitzenposition.

Altach Er ist der Mann der schnellen Tore, auch wenn es dieses Mal 140 Sekunden länger dauern sollte. Doch dann war Daniel Nussbaumer zur Stelle. Ideal von Berkay Dabanli mit einem langen Ball in der Schnittstelle bedient, entwischte der 20-Jährige der SKN-Abwehr und überhob an der Strafraumgrenze den herausstürmenden Goalie Christoph Riegler, um dann den Ball locker über die Torlinie zu drücken (3.). Ein Treffer, der der aggressiven Spielweise der Altacher geschuldet war. Die Hausherren blieben auch danach in einer von Beginn an ansehlichen Partie das spielbestimmende Team. Und Nussbaumer hätte gar nach elfMinuten nachdoppeln können. Doch dieses Mal scheiterte der Langenegger nach Sam-Vorlage an St. Pöltens Schlussmann.

Altach nach 33 Minuten mit einem Mann mehr

Als sich die Anfangsoffensive der Heimischen ein wenig legte, kamen auch die Gäste besser ins Spiel. Im Abschluss aber blieben die Altacher gefährlicher. So etwa, als Samuel Oum-Gouet aus 20 m Maß nahm und Torhüter Riegler zu einer Parade zwang (30.). Zuvor hatte eine schöne Aktion über Manfred Fischer für Aufregung im Gäste-Strafraum gesorgt. Dass sich St. Pölten in Person von Donmik Hofbauer dann selbst schwächte, war so nicht im SCRA-Drehbuch vorgesehen. Innert zwei Minuten leistete sich der Ex-Altacher nämlich zwei dumme Gelb-Fouls und musste so mit Gelb-Rote (33.) vorzeitig in die Kabine.

Tipico bundesliga

26. Spieltag

Cashpoint SCR Altach – SKN St. Pölten 2:0 (1:0)

Cashpoint Arena, SR Sebastian Gishamer (S)
Torfolge: 3. 1:0 Daniel Nussbaumer, 66. 2:0 Sam

Gelbe Karten: 44. Fischer (SCRA), 79. Daniel Luxbacher, 88. Luan (beide St. Pölten/alle Foulspiel)

Gelb-Rote Karte: 33. Hofbauer (St. Pölten/wiederholtes Foulspiel)

Cashpoint SCR Altach (4-1-4-1): Kobras; Thurnwald, Dabanli (46. Schmiedl), Zwischenbrugger, Karic; Oum-Gouet; Sam (79. Meilinger), Tartarotti (75. Wiss), Fischer, Schreiner (58. Gebauer); Fischer; Daniel Nussbaumer (75. Villalba)

SKN St. Pölten (3-4-3): Riegler; Klarer, Luan, Muhamedbegovic; Ingolitsch, Hofbauer, Robert Ljubicic, Schulz (79. Davies); Schütz (64. Carius), Burke (79. Meister), Daniel Luxbacher (84. Rasner)

Vorentscheidung durch Sam

Zur Pause erfolgte der besprochene Wechsel, für Dabanli rückte Philipp Schmiedl in die Abwehr. Spielerisch tat sich Altach aber nun gegen die massive Gäste-Abwehr, die nach dem Ausschluss von einer Dreier- auf eine Viererkette umgestellt hatte, schwerer. Sam und Co. waren auf der Suche nach dem Schwung der Anfangphase der ersten Halbzeit. Die Abwehrmauer der Gäste aber stand massiv, zudem hoffte man auf Fehler der spielbestimmenden Heimelf. Und so einen Konter nach einer Unachtsamkeit von Tartarotti musste schließlich Goalie Martin Kobras (61.) entschärfen, während Altach erstmals nach 63 Minute nach einem Eckball durch Schmiedl für Gefahr sorgte. Am Ende aber war es Sidney Sam, der mit seinem linken Fuß die Vorentscheidung schaffte. Kurzer Haken zur Mitte und dann mit links abgezogen – der Ball schlug im langen Eck ein (66.)

Bei mehr als 70 Prozent Ballbesitz der Hausherren war die Partie nun entschieden. Trainer Alex Pastoor nutzte die restliche Spielzeit für weitere Wechsel, brachte Julio Villalba ebenso wie Alain Wiss und auch Marco Meilinger. Die Gäste aus Niederösterreich waren nur noch bemüht, das Ergebnis in Grenzen zu halten. Die Altacher belagerten weiter das Tor der Gäste, daran vermochte auch der Gewitterregen in der Schlussphase nichts ändern. Im Abschluss aber fehlte auf dem nun sehr nassen Terrain ein wenig die Feinabstimmung. Am verdienten Erfolg (2:0) – wie schon bei der Austria in Wien – änderte das jedoch nichts.

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