Keine Chance: Austria Lustenau verliert gegen Klagenfurt mit 0:2

Sport / 21.06.2020 • 10:45 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Keine Chance: Austria Lustenau verliert gegen Klagenfurt mit 0:2
Klagenfurts Markus Rusek feierte seine beiden Tore mit einem herrlichen Salto. GEPA

Die Austria aus Klagenfurt war eine Nummer zu groß für die Grün-Weißen.

Lustenau Es spielte zwar Austria Lustenau gegen den Namenskollegen aus Klagenfurt, doch für den ersten Paukenschlag schon vor Anpfiff sorgte der Tabellenführer aus Ried. Der verlor nämlich zuhause mit 1:3 gegen die Young Violets und machte die Begegnung im Planet Pure Stadion für die Kärntner als Tabellenzweite wieder richtig brisant. Mit einem Sieg in Lustenau wäre man bis auf zwei Punkte an den Oberösterreichern dran.

“Man hat gesehen, dass Klagenfurt einfach über mehr Routine im Team verfügt. Wir konnten uns im letzten Drittel nicht entscheidend durchsetzen, haben die Partie auch verdient verloren.”

Roman Mählich, Trainer Austria Lustenau

Rückschlag nach sechs Minuten

Dementsprechend motiviert starteten die Klagenfurter in die Partie. Sie gingen schnell in Führung. Markus Rusek (6.) verwertete einen Corner von Julian von Haacke per Kopf. Die Heimischen schüttelten den frühen Rückstand zwar schnell ab, doch zu mehr als gefälligen Ballstafetten bis zum gegnerischen Strafraum reichte es nicht. Die Gäste setzten auf eine kompakte Defensive und gefährliche Konter. Bei einem Schuss von Oliver Markoutz (18.) und einem Freistoß von Haacke (23.) war Lustenaus Goalie Domenik Schierl zur Stelle und verhinderte einen höheren Rückstand. Der hätte aber fallen müssen, als Benjamin Hadzic (33.) im Strafraum zum Schuss kam. Doch Schierl lenkte den Ball mit einem Reflex an die Latte. Das o:2 fiel dann aber doch noch vor dem Pausenpfiff. Erneut war es Rusek (45.+2), der nach Getümmel im Strafraum zum Ball kam und diesen unhaltbar in die Maschen drosch.

“Klagenfurt hat verdient gewonnen. Bei uns hat jeder alles gegeben, es war aber einfach zu wenig gegen eine starke Mannschaft aus Kärnten.”

Domenik Schierl, Tormann Austria Lustenau

Duell Rusek gegen Schierl

An Austria-Goalie Domenik Schierl lag es nicht, dass man zuhause gegen Klagenfurt verlor. Der Schlussmann zeichnete sich oftmals großartig aus und bewahrte sein Team vor einer höheren Niederlage.<span class="copyright">Gepa</span>
An Austria-Goalie Domenik Schierl lag es nicht, dass man zuhause gegen Klagenfurt verlor. Der Schlussmann zeichnete sich oftmals großartig aus und bewahrte sein Team vor einer höheren Niederlage.Gepa

In Halbzeit zwei ging das Duell Rusek gegen Schierl nahtlos weiter. Bei einem Kopfball (50.) parierte Lustenaus Schlussmann stark, beim Weitschuss des Kärtners (55.) rettete die Latte für ihn. In der Folge wartete man im Planet Pure Stadion auf ein Aufbäumen der Heimischen, doch die Gäste ließen so gut wie nichts zu. Sie kamen durch Markoutz (65.) sogar noch zum dritten Aluminiumtreffer und von Haacke (82.) scheiterte mit einem Schuss nur knapp.
So blieb es am Ende auch beim völlig verdienten Sieg der Klagenfurter Austria, die Lustenauer kamen über 90 Minuten zu keiner einzigen Großchance.

“Wir haben immer noch einen Funken Hoffnung, dass sich Ronivaldo für Lustenau entscheidet.”

Bernd Bösch, Vorstandssprecher Austria Lustenau
Austria-Goalgetter Ronivaldo erlitt ein Cut am Kopf, spielte aber die Partie zu Ende. Gegen die massierte Abwehr der Kärntner gab es auch für ihn kein Durchkommen.<span class="copyright">Gepa</span>
Austria-Goalgetter Ronivaldo erlitt ein Cut am Kopf, spielte aber die Partie zu Ende. Gegen die massierte Abwehr der Kärntner gab es auch für ihn kein Durchkommen.Gepa

Zumindest rechnet sich Lustenaus Vorstandssprecher Bösch noch Chancen auf einen Verbleib von Ronivaldo aus, wie er im Interview in der Halbzeitpause erklärte. Das war an diesem Abend die einzige gute Nachricht aus dem Planet Pure Stadion.