Neues Kapitel für Schwarz-Weiß Bregenz

Sport / 28.07.2020 • 09:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Neues Kapitel für Schwarz-Weiß Bregenz
Sidinei de Oliveira zieht im Spiel von SW Bregenz die Fäden. VN/Stiplovsek

Was der große Umbruch für SW Bregenz bedeutet.

Bregenz Zwölf Neuzugänge und ein neues Trainerteam – bei Schwarz-Weiß Bregenz kann durchaus von einem kompletten Schnitt gesprochen werden. Toptorjäger Thomas Ricardo Piñeiro ist weg, die Causa Sobkova und das Trainerwirrwarr beendet. Verständlich, wenn der neue Bregenzer Kapitän Simon Thurner – welcher zuvor eine halbe Saison bei Montlingen spielte – im Gespräch mit seinem neuen Coach meint, er erkenne Bregenz nicht wieder. Die vielen Abgänge waren dabei finanziellen Aspekten infolge der Coronakrise geschuldet. Neotrainer Michael Pelko (49) sieht die Situation aber gelassen: „Eine Tür geht zu, eine andere öffnet sich.“ Vor allem die jungen Spieler können so „befreit“ von den Routiniers selber wachsen.

Bei allen Transfers war Pelko der Strippenzieher. Viele Neuzugänge kennt der Deutsche bereits aus seiner Zeit als DFB-Stützpunkttrainer. „Die Schäfchen sind nun wieder im Trockenen“, meint Pelko daher lachend. Ergänzt wird die junge Truppe um erfahrene Spieler wie Sidinei de Oliveira, Uelder Barbosa und Murat Coskun. „Wir stecken noch in der Findungsphase, unsere Spieler haben aber eine sehr hohe individuelle Klasse“, äußert sich Pelko. Es gelte nun vorrangig, aus diesen Individuen ein Team zu formen.

Schritt für Schritt

Hinter den getroffenen Entscheidungen um das junge Bregenzer Team steckt vor allem ein Motto: Mittels Kontinuität zum Erfolg. „Unser Ziel ist es, dass wir nächstes Jahr 80 bis 85 Prozent der aktuellen Mannschaft – eventuell mit manchen Verstärkungen – wieder ins Rennen schicken können“, erklärt Pelko. Dass er selber hoch motiviert ist, diese Aufgabe anzupacken, merkt man, wenn er vom Verein schwärmt. Das Klima im Klub sei sensationell, man sei eine Einheit, spüre den Teamspirit. Die Entscheidung für den Verein sei ihm leichtgefallen. „Bregenz ist natürlich auch eine Herausforderung, entweder mag man den Klub oder man hasst ihn. Das hat mich schon gereizt.“

Dass mit der neuen Mannschaft natürlich nicht von Anfang an alles klappen könne, sei allen bewusst. Die Motivation sei sehr hoch, ebenso die Intensität durch den Kampf um Stammplätze. Die Vorbereitungsspiele seien aber noch nicht wirklich der Maßstab, an dem man das Team messen könne – das Niveau müsse sich wieder an die Zeiten vor Corona anpassen, das habe man bei vielen Teams gesehen. „Wir können gegen alle gewinnen – aber auch noch gegen alle verlieren“, schätzt Pelko die Chancen seines Teams in der höchsten Amateurklasse ein. Es gelte daher, die Schwankungen nach und nach abzustellen – mittels Kontinuität zum Erfolg. FB

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