Eishockey. Corona-Alarm und ein 0:4

Sport / 18.10.2020 • 08:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Eishockey. Corona-Alarm und ein 0:4
Oskar Östlund und Thomas Höneckl fehlten, Bregenzerwald-Goalie Felix Beck (l.) hütete das Dornbirn-Tor, sein Ersatz war Lustenaus Schlussmann Lukas Reihs. GEPA

Dezimiertes Dornbirn wurde von den Vienna Capitals dominiert – am Sonntag kommt Villach.

Dornbirn Die kalte Dusche für den Dornbirner EC begann nicht erst mit dem 0:1 durch Ty Loney nach einer Spielzeit von nur zwölf Sekunden. Die Bulldogs mussten wegen positiver Covid-19-Fälle drei Spieler vorgeben. In der Aufstellung fehlten neben dem als verletzt gemeldeten Henrik Nilsson die Torhüter Oskar Östlund und Thomas Höneckl, sowie Stürmer William Rapuzzi. Mit Felix Beck (EC Bregenzerwald) und Lukas Reihs (vom EHC Lustenau ausgeliehen) rückten zwei Schlussmänner aus der Alps Hockey League nach.

Wien zog sein Spiel durch

Dafür fand sich erstmals Andrew Yogan in den Angriffsreihen der Dornbirner, mit Nikita Jevpalovs und Anton Straka stand er dann gleich beim ersten Gegentreffer Pate. Loney versenkte den Puck nach Zuspiel von Marco Richter an Beck vorbei ins Kreuzeck des DEC-Gehäuses. „Die Capitals haben von der ersten zur letzten Minute ihre Taktik durchgezogen, einfach gespielt und die Zweikämpfe gewonnen“, meinte Emilio Romig nach der Partie. „Wir hatten nicht wirklich einen Kampf in uns.“ Die ersten Chancen für den Gastgeber fanden Simeon Schwinger und Emilio Romig in Minute fünf vor, Sebastian Wraneschitz, wie sein Gegenüber Beck in österreichischen Nachwuchs-Nationalteams erprobt, stand aber seinen Mann. Die Wiener blieben weiter dominant, Patrik Kittinger staubte zum 2:0 (9.) ab. Aus zwei Überzahlgelegenheiten entstand für Dornbirn in der Folge nichts Zählbares, die Caps ließen am Ende des Startdrittels ebenfalls ein Powerplay aus.
Die Gäste blieben auch im Mittelabschnitt am Drücker. Beck konnte sich mit einer Abwehr gegen Fabio Artner auszeichnen, war dann aber beim 0:3 (29.) von Loney, der den Puck vom Ex-Dornbirner Jerome Leduc serviert bekam, machtlos. Die Mannen von Kai Suikkanen investierten in den darauffolgenden Minuten mehr in der Offensive, blieben in den Abschlussversuchen aber zu umständlich. Ali Wukowits macht es auf der anderen Seite besser, bezwang Beck mit einem flachen Schuss zum 4:0 (34.) – damit war die neunte Niederlage in Serie gegen die Hauptstädter schon besiegelt. Ein Powerplay-Rest von 96 Sekunden blieb im letzten Drittel von den Bulldogs ebenso ungenützt wie zwei Chancen von Yogan (44. und 58./Querlatte). Die Capitals fuhren noch den einen oder anderen Konter, so fand Sascha Bauer mit einer Möglichkeit in Torhüter Beck seinen Meister.

Villach fehlt ein Trio

Dornbirn ist bereits morgen (17.30 Uhr) wieder gefordert, in der Messeeishalle ist der Villacher SV im Kellerduell zu Gast. Auch die Kärntner haben offenbar ein Coronaproblem. Bei der 3:5-Niederlage gegen Fehervar fehlten Jamie Fraser, Philipp Kreuzer und Jerry Pollastrone.