Ministerin verbietet Bodychecks

Sport / 03.11.2020 • 21:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

MONTREAL In der kanadischen Eishockey-Juniorenliga OHL, in der Marco Rossi in der vergangenen Saison für die Ottawa 67‘s tätig war, sind in der neuen Saison merkwürdige Szenen vorprogrammiert. Wegen der Coronapandemie sollen im Vollkontaktsport Bodychecks verboten sein, das teilte Lisa MacLeod, Sportministerin der Provinz Ontario, dem kanadischen TV-Sender Sportsnet mit.

„Wir haben uns noch nicht damit beschäftigt. Aber wir müssen auf alles schauen. Studien sagen eindeutig, dass Körperkontakt die Ausbreitung des Virus fördert“, sagte OHL-Commissioner David Branch. Ob es die Regel wirklich geben werde, sei aber offen. In der QMJHL hatte es nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Herbst zahlreiche Coronafälle gegeben. Deshalb sollen in der Ontario Hockey League, die im Februar die Saison aufnehmen will, Checks verboten sein.

Eishockey ohne Bodychecks? Das dürfte den Fans im Mutterland der Sportart kaum gefallen. Ohnehin ist fraglich, ob die Idee viel bringt. Beim Bully, im Kampf um den Puck oder auf der Ersatzbank ist enger Kontakt zwischen Spielern praktisch nicht zu verhindern.

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