Nachwuchsteams lieferten sich Schlägerei

Sport / 06.11.2020 • 20:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Situation auf der Birkenwiese eskalierte nach Schlusspfiff. Teams, Betreuer und auch Zuschauer lieferten sich eine Schlägerei.
Die Situation auf der Birkenwiese eskalierte nach Schlusspfiff. Teams, Betreuer und auch Zuschauer lieferten sich eine Schlägerei.

Das U-18-Meisterschaftsspiel zwischen FC Dornbirn und FC Lustenau geriet komplett außer Kontrolle.

Dornbirn Ausschreitungen, Handgreiflichkeiten, Tumulte und eine etwa fünfzehnminütige Massenschlägerei ereigneten sich nach dem Schlusspfiff im Meisterschaftsspiel der Unter-18-Jährigen zwischen dem FC Dornbirn und FC Lustenau (Endstand 1:3) zu Allerheiligen auf dem Kunstrasenplatz Birkenwiese.

Polizei musste anrücken

An der Rauferei waren auch mindestens 50 Zuschauer beteiligt. Auslöser für die Gewaltszenen war ein Fan der Hausherren, der nach Spielschluss zumindest einen Spieler des FC Lustenau attackierte, während die Mannschaft am Mittelkreis über den Auswärtserfolg jubelte. Bereits im Laufe des Spieles hatte der verhaltensaufällige FCD-Anhänger den Schiedsrichter attackiert. Die verständigte Exekutive des Bezirkspolizeikommandos Dornbirn rückte mit 14 Polizisten an, hatte nach Eintreffen die Situation rasch unter Kontrolle. Unter Begleitschutz wurde die Mannschaft des FC Lustenau in die Kabine gebracht.

Harte Strafen

Der Straf- und Meldeausschuss hat in seiner Sitzung hart durchgegriffen und hohe Strafen ausgesprochen. Der FC Dornbirn muss wegen Verletzung des Fair-Play-Gedankens eine Ordnungsstrafe von 2000 Euro bezahlen. Ein U-18-Spieler des FC Dornbirn und ein U-16-Spieler des Dornbirner SV (war als Zuschauer bei dem Spiel) wurden für ihre Tätlichkeiten bis 31. Dezember 2021 für alle Spiele unbedingt gesperrt. Zudem erhielt der Tormann der Rothosen eine unbedingte Sperre von fünf Pflichtspielen aufgebrummt. Der Schiedsrichter durfte sein Honorar erst bei der STRUMA-Sitzung in Empfang nehmen, am Spieltag verweigerte der Klub eine Auszahlung. „Vorläufig wird der schlimme Vorfall vereinsintern mit allen Beteiligten aufgearbeitet und dann werden die entsprechenden Maßnahmen getroffen. Der Trainer muss natürlich dazu Stellung nehmen. So etwas hat auf dem Fußballplatz überhaupt nichts verloren“, gab es von FC-Dornbirn-Geschäftsführer Andreas Genser klare Worte.

Brisant dazu, dass sich der schwerwiegende Vorfall inklusive der vielen Rudelbildungen auch noch in Österreichs Coronahotspot Dornbirn ereignete. Mittlerweile wurde den sportlichen Aktivitäten im Amateur -und Nachwuchsbereich durch die Regierung der Riegel vorgeschoben. Als ob es Corona dafür gebraucht hat, Schlägereien zu verhindern. VN-TK

Nachwuchsteams lieferten sich Schlägerei
Nachwuchsteams lieferten sich Schlägerei

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