Sarah Klotz und Luzern glückt Revanche beim Schweizer Meister

Sport / 08.11.2020 • 23:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Sarah Klotz und Luzern glückt Revanche beim Schweizer Meister
Sarah Klotz lief nicht nur einmal der Gegenspielerin beim FC Zürich davon. Am Ende siegte die Vorarlbergerin mit dem FC Luzern 2:0 in Zürich. HEPBERGER

Lauter Jubelschrei bei Sarah Klotz nach 2:0-Erfolg in Zürich.

Zürich In fünf der letzten sechs Partien gingen die Frauen des FC Luzern ohne Punkte vom Platz. Jedoch waren die Luzernerinnen dem Gegner meist nicht unterlegen, es fehlte ihnen lediglich das nötige Wettkampfglück. So war der Ärger meist sehr groß, wenn es nach guten Leistungen zu keinem Punktezuwachs kam. Ein Duell passt jedoch nicht in dieses Muster, das erste Saisonduell mit dem amtierenden Meister FC Zürich war mit einem 2:8 eine klare Angelegenheit. Vor gut eineinhalb Monaten fanden die Zentralschweizerinnen kein Mittel gegen die Champions League Teilnehmerinnen. Am Samstagnachmittag wollte man sich beim Rückspiel in Zürich besser präsentieren und nicht abschießen lassen.

„Ich habe seit Saisonbeginn versucht, eine Leaderrolle im Team zu übernehmen und mit meiner Arbeit will ich helfen und auch zeigen, dass ich wichtig bin“.

Sarah Klotz, Legionärin beim FC Luzern

Interview mit Sarah Klotz:

Präsent von Start weg

Und die Luzernerinnen wirkten von Beginn weg präsent. Sie ärgerten die Gastgeberinnen früh und hatten eine gute Zuteilung, was es dem Heimteam schwer machte, einen Weg in die Offensive zu finden. Im 4-1-4-1-System wirkten die Gäste, bei denen die Dornbirnerin Sarah Klotz mittlerweile wieder zur Stammspielerin auf der linken Verteidigerposition zählt, gut eingespielt und fanden Wege nach vorne. Und Svenja Fölmli nutzte in der 8. Minute einen Abpraller zur doch unerwarteten Führung. Zunächst konnte Zürich den Abschluss von Luzern-Goalgetterin Irina Pando noch abwehren, im Nachschuss waren die Hausherrinnen dann aber chancenlos.

Und auch nach dieser frühen Führung spielte es Luzern sehr gut weiter. Sarah Klotz hatte das Spiel gut im Blick und dirigierte ihre Kameradinnen ruhig zu den Positionen. „Ich habe seit Saisonbeginn versucht, eine Leaderrolle im Team zu übernehmen und mit meiner Arbeit will ich helfen und auch zeigen, dass ich wichtig bin“, erklärt die sonst eher ruhigere Vorarlbergerin.

„Für uns war es ein extrem wichtiger Sieg. Heute haben alle Spielerinnen alles aus sich rausgeholt und wir hatten auch das notwendige Glück.

Sarah Klotz, Legionärin FC Luzern

Mit etwas Glück zur Revanche

Das Spiel blieb lange offen, Zürich zeigte sich mit der Zeit zwar vermehrt in der Offensive, die Abschlüsse kamen aber meist aus der zweiten Reihe und stellten die Luzerner Defensive vor keine Probleme. Kurz vor der Halbzeitpause rettete dann auch Sarah Klotz einmal auf der Linie, als die Zürcherinnen in einem der selteneren Momente die Lücken durch Luzerns Defensive fanden. Nach einer Stunde war das Glück dann wieder aufseiten der Gäste. Nach einem Freistoß an der Mittellinie landete der Ball bei der freistehenden Pando, die dann für die komfortablere Führung sorgte. Die Zürcherinnen scheiterten in der Folge auch bei einem Handelfmeter an der Torfrau aus Luzern und sie schafften auch bis zum Schlusspfiff kein Tor – übrigens zum ersten Mal in dieser Saison.

„Für uns war es ein extrem wichtiger Sieg. Heute haben alle Spielerinnen alles aus sich rausgeholt und wir hatten auch das notwendige Glück. Wir sind kompakt gestanden und haben die Lücken optimal zugemacht. Nach den letzten Spielen war es wieder einmal an der Zeit, dass wir einen Sieg einfahren konnten“, freute sich die 22-jährige Vorarlbergerin. Beim Schlusspfiff war ihr die Erleichterung anzumerken, der Jubelschrei war deutlich zu hören. Nicht unverdient, nach einer guten Einzel- und Mannschaftsleistung. HFL

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