Corona-geplagtes Team peilt einen Sieg an

Sport / 10.11.2020 • 17:51 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

ÖFB-Mannschaft heute gegen Luxemburg klarer Favorit.

Wien Die Irrungen und Wirrungen rund um die Coronatests bei RB Salzburg haben Österreichs Teamchef Franco Foda vor dem heutigen Testspiel in Luxemburg auf Trab gehalten. Der Deutsche war in den vergangenen Stunden mit zahlreichen neuen Entwicklungen bei der Kadersituation konfrontiert, erst im Laufe des Dienstags schien sich halbwegs Klarheit einzustellen.

Nicht in Bestbesetzung

Fix ist, dass Alessandro Schöpf wegen einer Wadenverletzung ausfällt. Zudem reist Maximilian Ullmann nicht nach Luxemburg. Der Rapid-Linksverteidiger bleibt vorsichtshalber in Wien, nachdem es bei Rapid eine positive Pool-Testung gegeben hat, könnte aber für die Nations-League-Spiele noch zur ÖFB-Auswahl stoßen. Dafür nehmen die am Dienstag nachnominierten Philipp Wiesinger und Jörg Siebenhandl im Flieger Richtung Luxemburg Platz.

Aufgrund der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie musste sich Foda zuletzt mehr mit Personal-, als mit Taktik-Fragen, herumschlagen. „Die letzten zwei Tage waren sehr turbulent. Am Sonntag bin ich noch entspannt nach Wien gereist, da war alles in Ordnung. Doch dann hat sich die Situation in eine andere Richtung entwickelt“, erzählte der 54-Jährige.

Mittlerweile habe sich die Lage wieder etwas beruhigt, beteuerte Foda. „Wir können uns jetzt wieder auf das Sportliche konzentrieren.“ Der Teamchef informierte seine Schützlinge am Dienstagvormittag per Videostudium über den Gegner, der so wie das ÖFB-Team nicht in Bestbesetzung antreten wird – bei Luxemburg stehen ebenfalls die kommenden Nations-League-Matches im Mittelpunkt, in denen es für die Equipe aus dem 610.000-Einwohner-Staat um den Gruppensieg geht.

Testcharakter macht Sinn

Die Sinnhaftigkeit der Partie im Stade Josy Barthel wird von Foda dennoch nicht infrage gestellt. „Es gibt keine sinnlosen Spiele. Das ist ein Freundschaftsspiel, da kann man noch etwas ausprobieren“, betonte der Nationaltrainer. „Es ist ein wichtiges Spiel im Hinblick auf die Nations League, wir wollen uns gut präsentieren.“

Das Duell mit der Nummer 95 der FIFA-Weltrangliste – Österreich ist 25. – biete für viele aus der zweiten Reihe die Gelegenheit, sich für die WM-Qualifikation und die EM im kommenden Jahr zu empfehlen. „Der eine oder ander kann sich jetzt beweisen“, sagte Foda. Der Teamchef reist voraussichtlich mit 21 Spielern nach Luxemburg. David Alaba, Marcel Sabitzer, Xaver Schlager, Christoph Baumgartner und Stefan Lainer werden geschont und sind so wie Ulmer und Stankovic in der Nations League einsatzbereit. Durch das Fehlen von Alaba, Ulmer, Ullmann und Marco Friedl – der Werder-Profi steht wegen der Reisebeschränkungen nicht zur Verfügung – hat Foda derzeit keinen linken Verteidiger im Aufgebot.

Kein Linksverteidiger im Aufgebot

Wie dieses Problem gelöst und die ÖFB-Anfangsformation in Luxemburg aussehen wird, wollte Foda vorerst nicht verraten. „Man muss halt viel improvisieren und flexibel sein. Bei der Aufstellung muss man warten, was sich im Lauf des Tages entwickelt. Wir bewegen uns ja in Zeiten, in denen sich stündlich etwas verändern kann“, meinte der frühere Sturm-Graz-Coach.

„Es gibt keine sinnlosen Spiele. Es ist ein Freundschaftsspiel, da kann man ausprobieren.“

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ÖFB-Länderspiel

Luxemburg – Österreich heute

Luxemburg, Stade Josy Barthel, 20.30 Uhr, SR Delerue/FRA

ORF 1 überträgt live ab 20.15 Uhr

Mögliche Aufstellungen

Luxemburg (4-5-1): Schon; Jans, Korac, Selimovic, Carlson; Bohnert (Mainz 05), Sébastien Thill, Skenderovic, Bensi, Mica Pinto; Deville

Österreich (4-2-3-1): Alexander Schlager; Trimmel, Lienhart, Hinteregger, Ranftl; Ilsanker, Peter Zulj; Lazaro, Holzhauser, Onisiwo; Kalajdzic

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