Eishockey: Fünf Tore waren für Dornbirn zu wenig

Sport / 11.11.2020 • 10:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Eishockey: Fünf Tore waren für Dornbirn zu wenig
Die Entscheidung: Der Puck kullert beim Penalty von Dornbirns Kevin Macierzynski an VSV-Torhüter Alexander Schmidt und am Villacher Gehäuse vorbei. GEPA

Bulldogs unterlagen VSV nach Penaltyschießen 5:6.

Villach Dornbirns zweiter Auftritt auf Kärntner Eis glich einer Achterbahn. Nach dem Erfolg gegen Klagenfurt am Vortag folgte eine 5:6-Niederlage nach Penaltyschießen gegen Villach. Obwohl die Messestädter im Mitteldrittel einen 1:3-Rückstand in einen 5:3-Vorsprung verwandelten, schaute am Ende nicht mehr als ein Punkt heraus. „Wir hätten als Team den nächsten Schritt machen können und den einen Sieg holen müssen. Jetzt schauen wir wieder durch die Finger“, meinte Emil Romig etwas enttäuscht. Damit bleiben die Bulldogs, für die es am 14. November in Linz weitergeht, weiterhin Vorletzte.

Bulldogs waren nicht bereit

Martin Ulmer, der Dornbirner im Dienste der Villacher, erklärte nach den ersten zwanzig Minuten, dass sein Team so einiges richtig gemacht hatte. Der Tabellenletzte führte den DEC über weite Strecken des Startdrittels vor. Keine 60 Sekunden waren gespielt, schon lagen die Draustädter mit 1:0 voran. Zuerst vertändelte Nikita Jevpalovs im eigenen Drittel die Scheibe, dann ließ Ulmer gleich drei Dornbirner vor dem DEC-Gehäuse mit einer geschickten Drehung alt aussehen. Er sorgte so für die frühe Führung. In der dritten Minute hatte Matt Mangene den nächsten VSV-Treffer am Schläger. Sam Antonitsch störte jedoch noch entscheidend und kassierte dafür die erste Strafe des Abends. Im darauffolgenden Unterzahlspiel rettete Goalie Oskar Östlund den Messestädtern bei einem Alleingang von Jordan Caron den 0:1-Rückstand. Praktisch aus dem Nichts gelang den Gästen in der elften Minute der Ausgleich. Villachs Keeper Kristers Gudlevskis entwischte ein Abschluss von Devin Brosseau durch die Schoner ins Gehäuse. Doch die Adler antworteten prompt mit zwei weiteren Toren. Zuerst lenkte Benedikt Wohlfahrt einen Schuss entscheidend ab (12.), 30 Sekunden später folgte das dritte VSV-Goal. Nach einem Patzer von DEC-Verteidiger Hendrik Nilsson beförderte Sahir Gill nach Vorarbeit von Caron den Puck in die Maschen. Mehr als Einzelaktionen, wie ein Alleingang von Romig vier Minuten vor Drittelende, waren beim DEC bis zur Pause nicht mehr zu sehen.

Vorentscheidung verabsäumt

Was auch immer Dornbirns Coach Kai Suikkanen in der Pause seinem Team gesagt hatte, es waren wohl die richtigen Worte. Die Messestädter starteten furios und erzielten innerhalb von sieben Minuten vier Tore. William Rapuzzi läutete die Aufholjagd in der 21. Minute ein. Seinen Schuss von der blauen Linie bekam VSV-Keeper Gudlevskis nicht unter Kontrolle und so nützte der Amerikaner seinen eigenen Rebound zum 2:3. In der 24. Minute sorgte Stefan Häußle in Unterzahl für den Ausgleich. Sein Abschluss von der blauen Linie passte exakt ins kurze Eck. Damit übernahm Ali Schmidt im Villacher Gehäuse, nachdem Gudelvskis bei den beiden Gegentreffern alles andere als gut ausgesehen hatte. Die Bulldogs legten nach und zogen dank Rapuzzi (27.) und Brosseau (28.) sogar auf 5:3 davon. Da in weiterer Folge gleich zweimal die Stange, wie beim Handgelenkschuss von Simeon Schwinger (38.), ein weiteres DEC-Tor verhinderte, flatterten im Schlussdrittel bei den Gästen die Nerven. Zuerst übertölpelte Gill (42.) Torhüter Östlund, dann traf Mangene auch noch in Überzahl (47.) zum 5:5. Der Siegestreffer gelang jedoch keiner der beiden Mannschaften innerhalb der regulären Spielzeit. Nach einer ergebnislosen Verlängerung traten die Bulldogs innerhalb von 24 Stunden zum zweiten Mal zum Penaltyschießen an. Jedoch ohne den gleichen Erfolg wie am Vortag, da nur Adler-Spieler Ulmer den Puck im Tor unterbrachte. ABR

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