Ungarn feiert Nationalheld Szoboszlai

Sport / 13.11.2020 • 22:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Salzburgs Dominik Szoboszlai schoss Magyaren zur EM.

Budapest Fast 20 Monate nach dem Startschuss in die EM-Qualifikation endete diese in den Play-off-Finali am Donnerstagabend mit trotz teilweise leeren Kulissen dramatischen Szenen. In Budapest wurde Salzburgs Dominik Szoboszlai zum Helden. „Es waren vier Isländer vor mir, zum Glück hat Könyves einen genommen und ich dachte mir, bei 20 Metern schieß ich. Es hat funktioniert“, schilderte Szoboszlai seinen Antritt von der Mittellinie, der in der 92. Minute mit dem 2:1-Siegestreffer gegen die Nordländer belohnt wurde. In der Puskas-Arena konnten neben Ungarns Spielern und Betreuern zumindest einige Feuerwehrleute, Sanitäter und Ordner ihr Glück kaum fassen. Szoboszlais Wunsch für die Endrunde war ein naheliegender: „Ich hoffe wirklich, dass wir dann vor einem vollen Haus spielen können.“

In der Gruppe mit Weltmeister Frankreich, Ex-Weltmeister Deutschland und dem regierenden Europameister Portugal dürfen die Ungarn im kommenden Juni gegen die Franzosen und Iberer in Budapest antreten. Auf die Deutschen treffen sie in München. „Mein Traum als Kind war es immer, einmal gegen Ronaldo zu spielen. Das geht jetzt in Erfüllung“, sagte Szoboszlai nach dem Triumph in Ungarns Hauptstadt.

Tränen in Belgrad

Eine schottische Jubeltraube gab es in Belgrad. David Marshal parierte im Elfmeterschießen gegen Serbien den fünften Versuch von Aleksandar Mitrovic. Nach 120 Minuten war es 1:1 gestanden, wobei den Serben erst in der 90. Minute der Ausgleich gelungen war. Der 35-jährige Marshall vergewisserte sich danach erst einmal beim spanischen Referee Antonio Mateu Lahoz, ehe er seine Mitspieler jubelnd in Empfang nahm. Auch die Schotten dürfen im kommenden Sommer in Glasgow zwei Heimspiele gegen Tschechien und Kroatien bestreiten. Die zweite der drei Gruppenpartien bestreiten sie im Londoner Wembley-Stadion gegen England.

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