Ampelfarbe für den Spitzensport bleibt wohl grün

Sport / 14.11.2020 • 10:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Nicht nur der Fußball, der gesamte Spitzensport hofft, dass weiter Wettkämpfe stattfinden können. <span class="copyright">gepa</span>
Nicht nur der Fußball, der gesamte Spitzensport hofft, dass weiter Wettkämpfe stattfinden können. gepa

Auch innerhalb der Fußballbundesliga blickt man gespannt auf die neuen Maßnahmen.

Schwarzach Wie viel Sport ist im Paket, wenn heute seitens der Bundesregierung die verschärften Lockdown-Maßnahmen verkündet werden? Oder anders gefragt: Wie viel Sport ist noch erlaubt? Viele Vertreter der Fußballbundesliga hat inzwischen ein „schlechtes Bauchgefühl“ erfasst. „Ich kann keine Antwort darauf geben. Wir warten diesbezüglich auf die Maßnahmen, die die Regierung ankündigen wird“, bringt es Altach-Geschäftsführer Christoph Längle auf den Punkt.
Zumal auch von Landesseite keine konkreten Auskünfte zu erhalten waren. Bei einem Onlinemeeting der heimischen Mannschaftsspitzensportvereine mit Vorarlbergs Sportlandesrätin Martina Rüscher am Freitag war der anstehende Lockdown ebenfalls ein beherrschendes Thema. Eine Antwort im Hinblick auf die Auswirkungen für den Spitzensport blieb jedoch aus. Im Gegensatz zum Frühjahr, so glaubt Längle, sei man dieses Mal zumindest besser vorbereitet. Allerdings verdichteten sich im Laufe des Tages die Gerüchte, dass die Ampel für den Spitzensport weiter grün leuchten wird.

„Wir verfolgen natürlich mit einem etwas flauen Bauchgefühl die Entwicklungen.“

Christoph Längle, Geschäftsführer Cashpoint SCR Altach

WAC weist Vorwürfe zurück

Sportlich war das Wochenende für die Spieler des Cashpoint SCR Altach trainingsfrei. Positiv zudem: Alle Aktiven waren mit negativen PCR-Testbescheiden in die drei freien Tage gegangen. Am Montag beginnt dann die Vorbereitung auf das WAC-Heimspiel am kommenden Samstag (17 Uhr). Apropos Wolfsberg: Dort sieht Trainer Ferdinand Feldhofer den Ursprung für die Welle positiver Coronatests in der Reise zum EL-Spiel bei Feyenoord Rotterdam am 29. Oktober und den Tagen danach. „Wir hatten nie einen Fall, waren dann von Mittwoch bis Sonntag zusammen. Wir haben nie etwas gemerkt, aber dann sind die ersten Symptome bei den Spielern gekommen.“ Dabei habe man in den Niederlanden penibel darauf geachtet, die Hygienevorschriften einzuhalten. „Dass uns vorgeworfen wurde, wir haben zu viel gefeiert, stimmt allein deshalb nicht, weil aufgrund der dortigen Coronamaßnahmen kein Lokal offen hatte, um überhaupt feiern zu können“, betonte Feldhofer. Erkrankungen gab es dann nicht nur in der Gruppe der Spieler und Betreuer, sondern im gesamten Verein auf allen Ebenen.
Mit Blick auf die kommenden Aufgaben mit englischen Wochen mit Partien in der Liga, wo am 21. November auswärts Altach wartet, und der Europa League kam die unfreiwillige Trainingspause natürlich ungelegen. „Es ist extrem bitter gerade, alles andere als gut für die Trainingssteuerung“, meinte Feldhofer. „Wenn man zehn Tage oder länger nur zu Hause ist und herumliegt, ist das natürlich nicht gut.“

Gegen Altach wohl nicht alle dabei

Die heutigen Tests im gesamten Umfeld des Vereins sollen weiter Klarheit bringen. Befürchtet wird allerdings, dass einige Akteure womöglich nach wie vor an ihren Infektionen laborieren und weiter ausfallen. Der WAC will darüber hinaus auch gesundheitliche Folgen abklären. EKG-Messungen und eine Lungenfunktionskontrolle werden bei den Spielern durchgeführt. Einzig, dass es den WAC unmittelbar vor der Länderspielpause traf, ist noch etwas Glück im Unglück. „Wäre das vor drei Wochen passiert, hätten wir kein einziges Spiel in der Europa League oder Meisterschaft bestreiten können“, sagte Feldhofer.

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