Euphorie statt Tristesse auf dem Parkett

Sport / 15.11.2020 • 19:22 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Unmittelbar vor Spielbeginn stand ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Luca Raschle wegen einer Wirbelblockade. Nach inten­siver Behandlung von Teamarzt Dr. Michael Fink agierte der Flügelflitzer aber wie gewohnt und erzielte vier Treffer. VN/Spiplovsek
Unmittelbar vor Spielbeginn stand ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Luca Raschle wegen einer Wirbelblockade. Nach inten­siver Behandlung von Teamarzt Dr. Michael Fink agierte der Flügelflitzer aber wie gewohnt und erzielte vier Treffer. VN/Spiplovsek

Alpla HC Hard mit 27:19-Kantersieg und überzeugender Leistung im Geisterspiel gegen Westwien.

Hard Das erste Geisterspiel auf Vorarlberger Boden in der Spusu Liga der Handballer brachte einen klaren Heimsieg für den Alpla HC Hard. Zum Auftakt der Rückrunde setzten sich die Roten Teufel vom Bodensee gegen Westwien mit 27:19-Toren durch, revanchierten sich für die 18:22-Niederlage im Hinspiel und rückten nach dem vierten doppelten Punktegewinn in Folge auf Rang drei in der Tabelle vor. „Ich denke, es war trotz der ungewohnten Atmosphäre und der Coronadiskussionen in den letzten Tagen ein ordentliches Spiel, das wir verdient gewonnen haben“, erklärte Hard-Kapitän Dominik Schmid stolz. „Einziger Wermutstropfen ist sicherlich die Tatsache, das zur Zeit keine Fans in die Halle dürfen“, betonte der 31-Jährige. In seiner erst fünften Saisonpartie nach der Zwangspause bis Mitte Oktober wegen eines Bruches am vorderen Schienbeinkopfbereich und der Meniskusruptur bestätigte der ältere der Schmid-Brüder im Harder Trikot mit klaren Anweisungen und Entscheidungen auf der Spielmacherposition und klugen Anspielen an den Kreis seine Qualitäten: „Es läuft von Woche zu Woche besser. Ich bin zwar noch nicht auf Toplevel, bin aber trotzdem mit dem Verlauf zufrieden.“

Bedingt durch die vier Coronafälle im Umfeld der Mannschaft, der einwöchigen Selbstisolation und damit verbundenen Trainingspause, stotterte der Motor der Hausherren zu Beginn. Nach dem 2:4-Rückstand (7.) übernahm die Equipe von Cheftrainer Mario Bjelis mit einem 7:1-Lauf innert sieben Minuten auf 9:5 das Kommando, machten in der Abwehr die Räume eng und ließen im Angriff Ball und Gegner laufen. Nach dem 15:10-Pausenstand setzten die Gastgeber nach Wiederanpfiff fort und nach der erstmaligen Zehn-Tore-Führung (41. 21:11) war lediglich die Höhe des dritten Sieges der Harder im vierten Heimspiel offen.

Hard-Geschaftsführer Markus Köberle, der erstmals als Hallensprecher agierte und zusammen mit der musikalischen Unterstützung von DJ Koloss am Mischpult die Geisterstimmung in der Halle etwas kompensierte, sprach nach Abpfiff von einer starken und überzeugenden Leistung der Mannschaft. „Wir haben die ungewollten Gegebenheiten im Vorfeld der Partie in positive Energie umgewandelt, haben die anfängliche Unsicherheit abgelegt und das Ding bis zum Ende durchgezogen. Schade ist nur, dass wir durch den verschärften Lockdown in den nächsten Wochen auch das Derby am 4. Dezember vor leeren Rängen austragen müssen. Sowohl für den Verein als auch die vielen Handballfans im Ländle ist dies eine bittere Pille.“ VN-JD

„Es ist schon absurd, wenn man plötzlich jedes einzelne Wort auf dem Spielfeld versteht.“

Unmittelbar vor Spielbeginn stand ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Luca Raschle wegen einer Wirbelblockade. Nach inten­siver Behandlung von Teamarzt Dr. Michael Fink agierte der Flügelflitzer aber wie gewohnt und erzielte vier Treffer. VN/Spiplovsek
Unmittelbar vor Spielbeginn stand ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Luca Raschle wegen einer Wirbelblockade. Nach inten­siver Behandlung von Teamarzt Dr. Michael Fink agierte der Flügelflitzer aber wie gewohnt und erzielte vier Treffer. VN/Spiplovsek

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.