Revanche und idealer Start

Sport / 15.11.2020 • 22:24 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
In der Neuauflage des 2019-Endspiels bei den ATP Finals setzte sich Dominic Thiem in drei Sätzen gegen Stefanos Tsitsipas durch.AFP
In der Neuauflage des 2019-Endspiels bei den ATP Finals setzte sich Dominic Thiem in drei Sätzen gegen Stefanos Tsitsipas durch.AFP

Dominic Thiem mit Dreisatzerfolg über Titelverteidiger Stefanos Tsitsipas zum Auftakt der ATP Finals.

London Die Revanche für die hauchdünne 7:6-, 2:6, 6:7-Niederlage im Endspiel der ATP Finals vor einem Jahr ist Dominic Thiem gelungen. Der 27-jährige US-Open-Sieger rang den auf Position sechs gereihten Titelverteidiger Stefanos Tsitsipas aus Griechenland in 2:17 Stunden mit 7:6(5), 4:6, 6:3 nieder. Thiem hat damit das für den weiteren Verlauf bei dem mit 5,7 Mill. Dollar dotierten Turnier wichtige Auftaktmatch in seiner Gruppe London 2020 gewonnen. Nächster Gegner ist am Dienstag der Sieger der Partie zwischen Rafael Nadal und Andrej Rublew (nach Redaktionsschluss).

Kein Vergleich zum Finale 2019

„Es war nur ganz selten ein hochklassiges Match, kein Vergleich zum Finale letztes Jahr“, meinte Thiem danach in seiner Video-Pressekonferenz. Er habe in Wien nur drei Matches gespielt, davon nur eines gegen einen Mann auf Top-Ten-Level (Niederlage gegen Wien-Sieger Rublew). „Wenn man davon absieht, ist es jetzt doch eine lange Zeit gewesen, seit Paris. Ich bin nicht der, der meistens richtig gut in Turniere reinstartet. Von dem her war es wirklich ein idealer Start“, meinte Thiem erfreut.

Vielleicht habe er mit Tsitsipas den richtigen Auftaktgegner erwischt, weil dieser im Vorfeld „ein bisserl Verletzungsprobleme“ gehabt habe. „Stefanos hat sicher nicht die Hochform, die er letztes Jahr hier gehabt hat. Ich bin einfach froh, dass ich den ersten Sieg geholt habe.“ Froh ist er freilich auch darüber, dass sein beim Stadthallenturnier lädierter Fuß in Ordnung ist. „Der Fuß ist perfekt, die Problemzone hat null wehgetan. Jetzt ist es auch nicht gereizt nach dem Match.“

Thiem hatte keinen Wunsch, wer am Dienstag sein nächster Gegner sein solle. „Ich sehe da nicht wirklich einen Favoriten vor dem direkten Duell.“ Das Match wollte er sich in aller Ruhe ansehen. In erster Linie war der Weltranglisten-Dritte einmal froh, sein Startspiel gewonnen zu haben. „Sonst wäre es bereits am Dienstag schon ein Endspiel gewesen.“

200 Punkte und 130.000 Euro fix

Für den ersten Teilerfolg in der Gruppenphase hat Thiem jedenfalls schon 200 ATP-Zähler und 153.000 US-Dollar (rund 130.000 Euro) sicher. Er selbst befindet sich mit den Spielern in einer strengen Sicherheitsbubble wegen der Coronakrise. Thiem hat natürlich verfolgt, dass es in Österreich ab Dienstag wieder einen kompletten Lockdown gibt. „Es ist natürlich eine schwierige Sache, aber wahrscheinlich war es nicht mehr abwendbar mit den steigenden Zahlen. Man kann nur hoffen, dass durch die verschärften Maßnahmen die Zahlen sinken und hoffentlich so bald wie möglich etwas Normalität in den Alltag einkehrt und besonders Kinder wieder in die Schule gehen können“, erklärte Österreichs Sportler des Jahres.

„Da ich meistens nicht richtig gut in Turniere starte, war es ein perfekter Auftakt.“

Tennis

ATP Finals 2020 in London

Gruppe London, 1. Tag: Thiem (AUT/3) – Tsitispas (TV, GRE-6) 7:6(5), 4:6, 6:3, Nadal (ESP/2) – Rublew (RUS/7) nach Redaktionsschluss

Gruppe Tokio, 1. Tag (Montag): Djokovic (SRB/1) – Schwartzman (ARG/8), nicht vor 15 Uhr (MEZ); Medwedew (RUS/4) – Zverev (GER/5), nicht vor 21 Uhr (MEZ)

Modus: Top zwei je Gruppe im Halbfinale.

Gruppe Mike Bryan, 1. Tag: Koolhof/Mektic (NED/CRO/5) – Krawietz/Mies (GER/3) 6:7(3), 7:6(4), 10:7, Ram/Salisbury (USA/GBR/2) – Kubot/Melo (POL/BRA/8) 7:5, 3:6, 10:5

Gruppe Bob Bryan, 1. Tag (Montag): Granollers/Zeballos (ESP/ARG/4) – Peers/Venus (AUS/NZL/6) nicht vor 13 Uhr (MEZ); Pavic/Soares (CRO/BRA/1) -Melzer/Roger-Vasselin (AUT/FRA/8), nicht vor 19 Uhr (MEZ)

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