Der Trainer ist der Star

Sport / 16.11.2020 • 22:51 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Andrew Yogan, mit südlichen Qualitäten gesegnet, kann es auch defensiv. gepa
Andrew Yogan, mit südlichen Qualitäten gesegnet, kann es auch defensiv. gepa

Die Handschrift von Trainer Kai Suikkanen prägt die Bulldogs.

Dornbirn Vier Spiele in sieben Tagen, alle in der Fremde gespielt, trotzdem sechs Punkte mit nach Hause gebracht. Der Dornbirner EC zeigte nach der Covid-19-Pause in der bet-and-win Liga neue Qualitäten. Die jetzt auch auf dem eigenen Eis zur Entfaltung kommen sollen. Mit der Begegnung morgen gegen Linz beginnt eine geballte Heimspielserie, die am Freitag gegen den KAC, am Sonntag gegen Fehervar und am Dienstag gegen Innsbruck weitergeht und am Freitag (27.) gegen Villach ihren Abschluss findet.

Willig und formbar

Das Hoch der Bulldogs hat einen Namen: Kai Suikkanen. Der 61-jährige Finne stellte für die neue Saison ein Team nach seiner Fasson zusammen. Ganz nach dem Motto: Der Trainer ist der Star. Ein Mix aus gestanden Spielern findet in talentierten Akteuren und hungrigen Jung­spunden gute Ergänzung. Das Team zeigt sich ebenso willig wie formbar. Suikkanen versteht es, die Spieler in jene Rollen zu bringen, denen sie auch gewachsen sind. Er wacht bei seiner Equipe mit Argusaugen über die Werte im Kraft-, Kondition- und Fitnessbereich, steht während des Spiels mit der Stoppuhr auf der Bank. Kontrolliert die Wechsel und Einsatzzeiten, bringt seine Blöcke situationsbedingt zu gleichen Teilen aufs Eis. Dafür bekommt er für sein System große Einsatzbereitschaft und eisläuferischen Eifer zurück. Mit einem Durchschnittsalter von 25,2 Jahren steht der jüngste Bulldogs-Kader der Oberhaus-Geschichte auf dem Eis, der Coach kann Abend für Abend aufs Tempo drücken. Faktoren, die es möglich machen, gegen jeden Gegner der Liga zu reüssieren.

Suikkanen ist es auch gelungen, einen Freigeist wie Andrew Yogan defensiv zu disziplinieren. Der Kanadier, mehr für seinen Vorwärtsdrang und weniger als Zwei-Weg-Spieler bekannt, hilft, wie zuletzt in Wien, auch als letzter Feldspieler vor dem Torhüter aus. Ohne in seiner Kernkompetenz nachzulassen: Mit vier Toren und zwei Vorlagen in den letzten vier Spielen bewertete die Ice-Liga Yogan als „Top-Performer“.

Suikkanens Sorgen sind derzeit auszuhalten. Sie beschränken sich darauf, die auf Augenhöhe agierenden Torhüter Oskar Östlund und Thomas Höneckl mit Einsätzen bei Laune zu halten. Und im Training am noch mauen Powerplay (Quote 5,13 Prozent, zwei Tore in 39 Versuchen) zu feilen. VN-ko

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