Acht Vorarlberger im Großaufgebot für Handball-WM 2021 in Ägypten

Sport / 19.11.2020 • 20:30 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Acht Vorarlberger im Großaufgebot für Handball-WM 2021 in Ägypten
Der Harder Robert Weber war bislang bei allen Endrunden dabei: 2010, 2014, 2018 und 2020 bei der Europa- sowie 2011, 2015 und 2019 bei der Weltmeisterschaft. GEPA

Robert Weber führt mit 183 Länderspielen und 801 Toren das 35-köpfige ÖHB-Großaufgebot für IHF-Event im Jänner an.

Wien Österreichs Teamchef Ales Pajovic hat für die 27. Handball-WM der Männer vom 13. bis 31. Jänner 2021 in Ägypten einen 35-köpfigen Kader nominiert. Bis spätestens zum Auftaktmatch am 14. Jänner gegen die USA muss das Aufgebot auf 16 Spieler reduziert werden. Nachnominierungen und Spielerwechsel während des Turniers sind ausschließlich mit Akteuren aus dem 35er-Kader gestattet. Das rot-weiß-rote Teams trifft in der in Gizeh, 20 Kilometer südwestlich von Kairo, stattfindenden Vorrundengruppe E neben den USA auf Frankreich (16.1.) und Norwegen (18.1.).

Zeiner als Kapitän für verletzten Bilyk

Der seit März 2019 alsTeamchef fungierende 41-jährige Pajovic nahm keine überraschenden Nominierungen vor, alle im Kader haben bereits Spiel- oder zumindest Lehrgangserfahrung im Nationalteam vorweisen können. Wie erwartet wegen seines Kreuzbandrisses vergangenen August fehlen wird Kiel-Star Nikola Bilyk. Wie zum Auftakt der EM-Qualifikation geegen Estland wird nun auch in Ägypten Gerald Zeiner als Teamkapitän fungieren. Nach einigen Trainingslehrgängen werden dem Nationaltrainer ab 1. Jänner alle Spieler zur Verfügung stehen.

Zehn Legionäre

Ein knappes Drittel der nominierten Spieler sind Legionäre, nämlich deren zehn. Mit Robert Weber (HSG Nordhorn-Lingen), Janko Bozovic, Raul Santos (beide VfL Gummersbach), Daniel Dicker, Thomas Eichberger (beide ThSV Eisenach), Antonio Juric (TSV Dormagen), Christoph Neuhold (HSC Coburg) spielen sieben davon in Deutschland. Komplettiert wird die Reihe der Legionäre durch die beim Schweizer Serienmeister unter Vertrag stehenden Harder Lukas Herburger und Sebastian Frimmel sowie Goalie Thomas Bauer, aktuell beiAEK Athen in Griechland gemeldet. Ältester Akteur ist der 38-jährige Tormann Goran Alesic von Bregenz, der jüngste der noch 18-jährige Marko Katic von Westwien.

Vier Akteure des Alpla HC Hard

Aus der heimischen Liga stellen die die HC Fivers WAT Margareten mit fünf Spielern (Eric Damböck, Lukas Hutecek, Marin Martinovic, Nikola Stevanovic und Tobias Wagner) das größte Kontingent. Mit Thomas Hurich, Dominik Schmid, Lukas Schweighofer und Boris Zikovic stellt der Alpla HC Hard vier Akteure. Ebenfalls je vier Spieler kommen von Tabellenführer Schwaz Handball Tirol, vertreten durch Balthasar, Huber, Sebastian Spendier, Richard Wöss und Gerald Zeiner. Selbes gilt für die SG Handball Westwien, aus dessen Kader Florian Kaiper, Marko Katic, Julian Pratschner und Julian Ranftl einberufen wurden.

Aleksic und Häusle vertreten Bregenz Handball

Komplettiert wird das Aufgebot durch das Torhüterduo Goran Aleksic undRalf-Patrick Häusle von Bregenz Handball bzw. die Kremser Jakob Jochmann und David Nigg, die Ferlacher Dean Pomorisac und Mathias Rath sowie Maximilian Hermann (Linz) und Martin Breg (Bruck/Trofaiach). Letzter ist der einzige Akteur aus der Spusu-Challenge-League (zweite Bundesliga).

Die 27. Weltmeisterschaft der Gesichte ist das achte Großereignis für Österreichs Handball Männer Nationalteam innerhalb der letzten elf Jahre. Auf europäischer Ebene gab es bei den Heim-Events 2010 den neunten bzw.zu Beginn des Jahres den achten Endrang. Dazwischen lagen Platz elf 2014 in Dänemark und der 15. Rang 2018 in Kroatien. Bei den drei Teilnahmen bei Championaten der Internationaler Handballföderation (IHF) wurde 2011 in Scheden ein 18. Rang, 2015 in Katar der 13. Platz und 2019 (Ausrichter Dänemakr und Deutschland) den 19. Rang erreicht.

Bei der 27. Männer-WM der Geschichte 2021 in Ägypten, der dritten in Afrika und nach 1999 die zweite in Ägypten, wird erstmals mit 32, statt wie bisher mit 24 Teilnehmern, ausgespielt. Titelverteidiger ist Dänemark, Silber ging 2019 an Norwegen und Bronze an Frankreich, mit sechs Goldenen sowoe elf Medaillen (6/1/4) zugleich Rekordsieger.

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