Duell gegen „Djoker“

Sport / 20.11.2020 • 21:24 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Im Vorjahr bezwang Dominic Thiem in der Gruppenphase Novak Djokovic in einer hochklassigen Partie mit 6:7, 6:3 und 7:6. AFP
Im Vorjahr bezwang Dominic Thiem in der Gruppenphase Novak Djokovic in einer hochklassigen Partie mit 6:7, 6:3 und 7:6. AFP

Thiem kämpft am Samstag gegen Djokovic um zweites London-Endspiel in Folge.

London Im Kampf um sein sechstes ganz großes Endspiel nach vier Major-Finali und jenem im Vorjahr bei den ATP Finals in London trifft Dominic Thiem am Samstag (15 Uhr MEZ) auf den topgesetzten Novak Djokovic. Der US-Open-Sieger spielt zum zwölften Mal gegen den 17-fachen Grand-Slam-Sieger. Im Abendmatch ermitteln der 20-fache Major-Gewinner Rafael Nadal (34) aus Spanien und der Russe Daniil Medwedew (24) den zweiten Finalisten. Damit haben sich beim mit 5,7 Mill. Dollar dotierten Saison-Showdown die Top-4-Akteure der Setzliste für die Entscheidung qualifiziert.

Djokovic mit 7:4-Siegen vorne

Das bisher letzte direkte Duell hatte der 33-jährige Serbe dieses Jahr bei den Australian Open nach hartem Kampf und 1:2-Satzrückstand im Finale gewonnen, als er sich mit 6:4, 4:6, 2:6, 6:3, 6:4 durchgesetzt hatte. Im Head-to-Head mit dem Weltranglistenleader liegt der 27-jährige Niederösterreicher mit vier Siegen gegenüber sieben Niederlagen zurück.

Djokovic hat sich den Platz im Halbfinale im entscheidenden Gruppenspiel nach 96 Minuten mit 6:3, 7:6(4) gegen den Deutschen Alexander Zverev gesichert. Der Der seit August 2020 an der Spitzen der Weltrangliste stehende Djokovic strebt bei seiner 13. Teilnahme an den ATP-Finals nach 2011, 2012, 2014, 2015 und 2018 seinen sechsten Titel an und könnte mit Rekordsieger Roger Federer gleichziehen.

„Wenn er gut drauf ist, ist er wahrscheinlich indoor auf Hartplatz der beste Spieler des Feldes“, meinte Thiem mit Blick auf Djokovic. Abgesehen von der bitteren Fünf-Satz-Niederlage in Melbourne hat Thiem im Vorjahr in London einen seiner bisher wertvollsten Siege überhaupt gegen Djokovic gefeiert. Damals rang Thiem den Serben mit 6:7, 6:3, 7:6 nieder. „Das war vielleicht das beste Dreisatz-Match, das ich je gespielt habe“, erinnerte sich Thiem.

Djokovic weiß, was ihn erwartet. „Offensichtlich hat er früher in seiner Karriere auf Sand sein bestes Tennis gespielt, aber natürlich hat er als einer der härtesten Arbeiter auf der Tour sein Toplevel auf allen anderen Belägen gefunden“, meinte Djokovic nach seinem Sieg über Zverev noch auf dem Platz in der O2-Arena. „Sein erster Slam ist auf Hartplatz in New York passiert. Ich habe hier letztes Jahr gegen ihn mit 6:7 im dritten Satz verloren, das war ein dramatisches Match und ich hoffe, es wird wieder ein tolles. Hoffentlich diesmal mit einem anderen Ende“, sagte er lächelnd.

Duell der Generationen

In den beiden Halbfinalpartien kommt es wieder zu einer Art Generationenduell. Setzen sich Thiem und Nadal durch, dann käme es in London gar zu einer zweiten Auflage nach dem großartigen 7:6-, 7:6-Erfolg Thiems in der Gruppenphase. Gegen Medwedew hat Thiem zuletzt im September im US-Open-Halbfinale einen Dreisatz-Sieg gefeiert.

„Wenn er gut drauf ist, ist er wahrscheinlich auf Hartplatz der beste Spieler des Feldes.“

Tennis

ATP Finals 2020 in London

Gruppe Tokio, 3. Tag (Freitag): Djokovic (SRB-1) – Zverev (GER-5) 6:3, 7:6(4); Medwedew (RUS-4) – Schwartzman (ARG-8) nach Redaktionsschluss; Tabelle: 1. Medwedew 2:0 Siege/4:0 Sätze,
2. Djokovic 2:1/4:2, 3. Zverev 1:2/2:5, 4. Schwartzman 0:2/1:4.

Halbfinale: Thiem (AUT-3) – Djokovic (SRB-1), Samstag, 15 Uhr; Nadal (ESP-2) – Medwedew (RUS-4); Samstag, 21 Uhr; Finale: Sonntag, 19 Uhr

Gruppe Bob Bryan, 3. Tag (Freitag): Pavic/Soares (CRO/BRA-1) – Peers/Venus (AUS/NZL-6) 6:7(2), 6:3, 10:8; Melzer/Roger-Vasselin (AUT/FRA-8) – Granollers/Zeballos (ESP/ARG-4) 6:6 (1:0) Aufgabe Granollers; Endstand: 1. Melzer/Roger-Vasselin 2:1Siege/ 5:3 Sätze, 2. Granollers/Zeballos 2:1/4:3, 3. Pavic/Soares 2:1/5:4, 4. Peers/Venus 0:3/2:6.

Halbfinale: Koolhof/Mektic (NED/CRO-5) – Granollers/Zeballos (ESP/ARG-4), Samstag, 13 Uhr; Ram/Salisbury (USA/GBR-2) – Melzer/Roger-Vasselin (AUT/FRA-8), Samstag, 19 Uhr; Finale: Sonntag, 16.30 Uhr

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