Liendl machte den großen Unterschied

Sport / 21.11.2020 • 18:55 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Liendl machte den großen Unterschied
Altachs Manuel Thurnwald gegen Jonathan Scherzer. GEPA

Cashpoint SCR Altach kassierte gegen eine anfangs müde wirkende WAC-Mannschaft eine 0:2-Niederlage. Weil man offensiv zu harmlos war und in der Defensive nach dem Austausch von Alain Wiss auf Michael Liendl vergaß.

Altach Die Heimniederlage des Cashpoint SCR Altach gegen Wolfsberg zeigte einmal mehr die Schwächen der Vorarlberger auf. In der Offensive ohne Durchschlagskraft und defensiv schnell verwundbar – in dieser Verfassung präsentierten sich die Rheindörfler erneut als zahnlos. Dem WAC genügte eine Leistungssteigerung nach er Pause, um die Partie sicher nach Hause zu spielen. Beide Treffer der Kärntner fielen nach Vorarbeit von Michael Liendl.

Nach zuletzt vier Punkten in drei Spielen blieb Altach seinem Spielsystem mit einer Dreierkette bzw. einer Fünfer-Abwehrreiche in der Defensive treu. Und die Schützlinge von Trainer Alex Pastoor waren gewillt, von Beginn weg das Heft in die Hand zu nehmen. Aggressiv in den Zweikämpfen, dazu mit viel Augenmerk auf WAC-Spielmacher Michael Liendl – Altach dominierte klar die Anfangsphase. Hinzu kam ein spektakulärer 20-Meter-Schuss von Emanuel Schreiner, den Wolfsbergs Goalie Manuel Kuttin in extremis über die Kreuzecke lenkte (3.). Auch nach dem ersten Eckball blieben die Hausherren die spielbestimmende Mannschaft, allein im letzten Drittel fehlte fortan die Gefährlichkeit. Zugleich war es spürbar, dass man die Gäste, die corona-bedingt zuletzt kaum trainieren konnten, mit langen Ballstafetten müde spielen wollte. Dass die Kärntner in der Schlussphase der ersten Halbzeit dann besser ins Spiel fanden, war schließlich dem nachlassenden Druck der Altacher geschuldet. Wirklich Torgefahr strahlte allerdings keine der beiden Mannschaften mehr aus.

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tipico Bundesligga, 8. Spieltag

Cashpoint SCR Altach – Wolfsberger AC 0:2 (0:0)
Cashpoint Arena, keine Zuschauer, SR Walter Altmann (T)
Torfolge: 74. 0:1 Peretz (Kopfball), 79. 0:2 Vizinger

Gelbe Karten: 52. Wiss, 75. Maderner (beide Altach/jeweils Foulspiel)

Cashpoint SCR Altach (3-5-2): Kobras; Anderson, Zwischenberger (81. Kofi Babil), Edokpolor; Thurnwald, Stefel (88. Casar), Oum Gouet, Wiss (68. Fischer), Schreiner (68. Karic); Maderner, Daniel Nussbaumer (81. Obasi)

Wolfsberger AC (3-1-4-2): Kuttin; Peric (87. Pavelic), Baumgartner, Lochoshvili (51. Rnic); Stratznig; Novak, Wernitznig (61. Mario Leitgeb), Liendl, Scherzer; Vizinger, Joveljic (61. Peretz)

Liendl mit zwei Torvorlagen

Die zweite Hälfte begann, wie die erste endete: Mit einem ausgeglichen verlaufenden Spiel, in dem beide Mannschaften nach der Torgefahr suchten. Gefunden wurde sie lange Zeit nicht, auch weil Schiedsrichter Walter Altmann mit einer Fehlentscheidung – Abseitspfiff – verhinderte, dass Daniel Nussbaumer allein Richtung WAC-Tor ziehen konnte (58.). Ein Doppeltausch Fischer/Karic für Wiss/Schreiner sollte schließlich mehr Offensivpower ins Altacher Spiel bringen (68.). Dies allerdings sollte ein Wunschgedanke bleiben, denn es waren die Gäste, die einen Torerfolg bejubeln durften. Einmal mehr war Michael Liendl der Assistgeber. Sein Flankenball ins Zentrum wurde von Eliel Peretz per Kopf eiskalt verwertet (73.). Und nur sechs Minuten später zeigte der 35-jährige Spielmacher erneut seine Qualitäten, als er nach einem Ballverlust schnell umschaltete und Dario Vinzinger auf die Reise schickte. Erfolgreich, denn der WAC-Stürmer schloss mit einem Schuss ins kurze Eck zum 2:0 ab (79.). Das war die Entscheidung, auch weil Anderson in der 90. Minute gar noch das 0:3 durch Vizinger verhinderte.

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