Bronzener Doppelpack für Liensberger

Sport / 22.11.2020 • 21:27 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Nach der Premiere 2019 in Flachgau und und Zagreb im letzten Winter jubelte Katharina Liensberger in Levi über ihren dritten und vierten Top-3-Rang im Slalom-Weltcup. GEPA
Nach der Premiere 2019 in Flachgau und und Zagreb im letzten Winter jubelte Katharina Liensberger in Levi über ihren dritten und vierten Top-3-Rang im Slalom-Weltcup. GEPA

Slalom-Ass aus Göfis unterstreicht in Levi ihre Klasse. Magdalena Egger liefert Talentprobe ab.

Levi Petra Vlhova ist die Frau, die es im Slalom in diesem Winter zu schlagen gilt. Die Slowakin gewann auch den zweiten Weltcup-Torlauf in Levi, setzte sich dieses Mal 0,31 Sekunden vor der Schweizerin Michelle Gisin und 0,50 vor Katharina Liensberger durch. Die Vorarlbergerin wurde damit am Polarkreis zweimal Dritte. Sie führte ein starkes ÖSV-Resultat mit fünf Athletinnen in den Top 15 sowie sieben in der Wertung an. Der Weltcuptross reist nun an den Arlberg, wo kommenden Donnerstag und Freitag (10/17:45 Uhr) jeweils ein Parallelbewerb ausgetragen wird.

Für die 23-jährige Liensberger war es der fünfte Podestplatz der Karriere, der vierte im Slalom, zugleich war es auch der fünfte dritte Rang. Auf ihren Schwüngen, vor allem im Steilhang, will die Göfnerin aufbauen. Ein besseres Ergebnis hatte im zweiten Rennen nur ein Quersteller im ersten Lauf verhindert. „Ich nehme ein gutes Gefühl mit zu den Heimrennen. So macht es einfach viel Spaß. Die Saison mit zwei Stockerlplätzen zu beginnen, ist unglaublich“, sagte sie im TV-Interview. „Auch mannschaftlich war es ein Topergebnis, ich freue mich, dass was weitergeht.“

Hinter der Schweizerin Wendy Holdener und US-Girl Mikaela Shiffrin gab es Rang sechs für Franziska Gritsch, sieben für Katharina Truppe, elf für Chiara Mair, 14 für Katharina Huber, 20 für Bernadette Schild und 22 für Katharina Gallhuber. Nur die jungen Bernadette Lorenz (45.) und die Lecherin Magdalena Egger (49.) hatten die Qualifikation für den zweiten Durchgang verpasst. Am Tag zuvor hatte die 19-jährige Egger bei ihrem Weltcupdebüt als 19. die ersten Punkte eingefahren.

Vlahova weiter auf Toplevel

Für Vlhova war es der 16. Weltcupsieg ihrer Karriere. Die Titelverteidigerin im Slalomweltcup hatte sich nach dem ersten Erfolg am Vortag selbst unter Druck gesetzt. „Es ist nicht so leicht, einen Sieg zu bestätigen. Heute lagen alle eng zusammen, da musste ich pushen. Ich verlasse Levi mit großem Selbstvertrauen. Ich fühle, dass ich heuer viel Kraft habe, aber zu gewinnen ist nie leicht.“

Shiffrin meldete sich nach 300 Tagen Pause mit einem zweiten und einem fünften Platz zurück. Für sie sei es nach dem Tod ihres Vaters und der emotional schwierigen Zeit das Wichtigste gewesen, wieder Rennen zu fahren und zu erfahren, ob sie das noch will. „Ich habe so viel Glück gespürt beim Skifahren. Natürlich kann ich schneller fahren, aber ich hatte Spaß“, betonte die 25-Jährige.

„Ich nehme ein gutes Gefühl mit zu den Heimrennen. So macht es einfach viel Spaß.“

Weltcup-Gesamtwertung (nach drei Rennen)  1. Petra Vlhova (SVK) 260 Punkte

2. Michelle Gisin (SUI) 175

3. Mikaela Shiffrin (USA)  125

4. Katharina Liensberger (AUT)  120

5. Marta Bassino (ITA) 113

6. Wendy Holdener (SUI) 105

7. Katharina Truppe (AUT) 88

11. Chiara Mair (AUT) 56

14. Franziska Gritsch (AUT) 47

15. Katharina Huber (AUT) 44

34. Stephanie Brunner (AUT) 14

36. Magdalena Egger (AUT) 12

Ramona Siebenhofer (AUT) 12

38. Bernadette Schild (AUT) 11

41. Katharina Gallhuber (AUT) 9

Weltcup-Slalom (nach zwei Rennen)

1. Petra Vlhova (SVK) 200

2. Mikaela Shiffrin (USA) 125

Michelle Gisin (SUI) 125

4. Katharina Liensberger (AUT) 120

5. Wendy Holdener (SUI) 100

6. Laurence St-Germain (CAN) 72

7. Katharina Truppe (AUT) 72

8. Chiara Mair (AUT) 56

11. Katharina Huber (AUT) 44

12. Franziska Gritsch (AUT) 40

23. Magdalena Egger (AUT) 12

24. Bernadette Schild (AUT) 11

26. Katharina Gallhuber (AUT) 9

Weltcup-Mannschaft Damen: 1. Österreich 413 Punkte, 2. Schweiz 374, 3. Italien 309

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