Freude und Erleichterung bei den ÖSV-Adlern

Sport / 22.11.2020 • 20:12 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Michael Hayböck, Philipp Aschenwald (h.), Daniel Huber und Stefan Kraft.GEPA
Michael Hayböck, Philipp Aschenwald (h.), Daniel Huber und Stefan Kraft.GEPA

Skispringer jubeln über Sieg im Teambewerb und Rang drei für Huber.

Wisla Die Ungewissheit vor dem Saisonauftakt ist bei den ÖSV-Skispringern großer Freude und Erleichterung gewichen. Das Quartett des neuen Cheftrainers Andreas Widhölzl mit Michael Hayböck, Philipp Aschenwald, Daniel Huber und Stefan Kraft triumphierte beim Weltcupstart im polnischen Wisla im Teambewerb und verwies Deutschland um 8,7 Punkte auf den zweiten Rang. Gastgeber Polen wurde mit 16,5 Zählern Rückstand Dritter. Der Sportliche Leiter Mario Stecher war angesichts des Gebotenen überaus zufrieden. „Alle haben eine sensationell gute Leistung geboten. Sie haben die erste Standortbestimmung mit Bravour gemeistert“, lobte der Steirer.

Im Einzelbewerb gelang Daniel Huber nach dem Sieg mit dem Team auch im Einzel der Sprung auf das Podest. Der 27-Jährige egalisierte als Dritter mit der Tagesbestweite von 138,5 sowie 125,5 Metern seine bisher beste Platzierung. Weltmeister Markus Eisenbichler (137,5/134) und Karl Geiger (133,5/128) sorgten für einen deutschen Doppelsieg.

Huber saß erstmals in seiner Karriere als Vorletzter auf dem Balken und gab zu, doch etwas nervös gewesen zu sein. Zuvor hatten sich Eisenbichler und Geiger an die Spitze gesetzt, und der Salzburger blieb etwas hinter deren Weiten zurück. „Es ist ein bisschen eine Unsicherheit mitgefahren“, sagte Huber, war aber mit seinen Flügen des Wochenendes insgesamt sehr zufrieden. „Ich habe mich stetig gesteigert, ich bin mega-happy. Das Podest ist nichts Alltägliches für mich, da wächst das Vertrauen.“ Halbzeit-Spitzenreiter Anze Lanisek aus Slowenien fiel auf den sechsten Platz zurück.

Insgesamt drei der sechs Österreicher waren in dem wegen wechselnden Windes sehr schwierigen Wettkampf im Finale dabei. Phi­lipp Aschenwald (125/127 m) wurde Achter und Michael Hayböck (124,5/122) landete an der zehnten Stelle. Pokalverteidiger Stefan Kraft als 32. und Gregor Schlierenzauer als 44. hatten das Finale verpasst. Jan Hörl war wegen Zeitüberschreitung bei der Abfahrt nach dem ersten Sprung disqualifiziert worden.

Eisenbichler, der Großschanzen-Weltmeister von Innsbruck 2019, feierte seinen erst zweiten Weltcupsieg. Damit übernahm er auch die Weltcupführung. „Über das Gelbe Trikot freue ich mich wie über Weihnachten“, meinte der Bayer.

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