Knöchelverletzung verhinderte Salzgebers Debüt

Sport / 22.11.2020 • 21:25 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Beim Fotoshooting vor dem Saisonstart war Leonie Salzgeber bester Dinge.Donaldsen/2
Beim Fotoshooting vor dem Saisonstart war Leonie Salzgeber bester Dinge.Donaldsen/2

Montafonerin spricht über ihre ersten Monate in den USA.

Mobile „Es war ziemlich turbulent.“ Mit diesen knappen Worten beschreibt Leonie Salzgeber ihr Ende November endendes erstes Semester an der University of South Alabama. Dabei meint die junge Fußballerin gar nicht einmal ihre schulischen Erfahrungen, denn diese waren mit dem bestmöglichen Durchschnitt überragend. Es war vielmehr die Kombination Fußball, neue Umgebung – und Corona. Doch am schlimmsten war die Verletzung, die für die 18-Jährige nach der Testphase einen Meisterschaftseinsatz verhinderte. Die Schmerzen aufgrund einer hartnäckigen Sprunggelenksverletzung begleiteten die Montafonerin über die gesamte Spielzeit. Die Trainingseinheiten wurden so teilweise zur Qual. Trotz ihrer Bemühungen sollte es aber nicht zu einem Meisterschaftseinsatz reichen. Auf der Ersatzbank sah sie, wie ihre Teamkolleginnen eine sportlich erfolgreiche Herbstsaison abschlossen. Am Ende durfte sich das South Alabama Women´s Soccer Team über den Gewinn der „Sunbelt East Conference“ und beim „Sunbelt Tournament“ freuen. Damit ist die Mannschaft für die nationale Meisterschaft im Frühjahr mit 48 Teams qualifiziert. Und dann hofft Salzgeber auch auf einen Stammplatz.

Ermüdungsrisse und Gips

Zumindest sollte die Vorarlbergerin dann auch körperlich fit sein. Derzeit trägt sie noch Gips, denn die Diagnose nach einer MRT-Untersuchung ergab kleinere Ermüdungsrisse im Knöchel. In ihrer Heimat, wo sie Anfang Dezember zurückerwartet wird, will sie die Verletzung komplett auskurieren, um dann im Frühjahr gestärkt in die Vorbereitung zu starten.

„Das sportliche Niveau im Team ist sehr hoch, die Gegebenheiten sind nicht mit Vorarlberg vergleichbar. Auch das Klima im Süden der USA war für mich gewöhnungsbedürftig, so wie das Essen, das doch ziemlich ungesund ist“, erzählt die Schrunserin, die sich im Team einen Platz in der Innenverteidigung erkämpfen möchte. Aber sie ergänzt sogleich: „Der Campus gefällt mir enorm gut.“ Zudem gesteht sie im Gespräch mit den VN, dass einige Coronafälle im Team und der Hurricane Sally bei ihr zuweilen „Heimwehgefühle“ aufkommen haben lassen. Angesichts der anstehenden Winterferien sieht sie alles schon bedeutend positiver. Immerhin will sie sich mit guten Leistungen in den USA auch weiter für das U-19-Nationalteam empfehlen. Im kommenden Jahr warten Spiele und der Kontakt mit Teamchef Michael Steiner ist weiter aufrecht. „Die Erfahrungen der ersten Monate, sowohl in sportlicher als auch in persönlicher Hinsicht, haben mir für mein Leben sehr viel gebracht. Dafür bin ich dankbar“, sagt Salzgeber. Zu erzählen jedenfalls gibt es einiges, wenn sie im Dezember die Adventszeit im Familienkreis im winterlichen Montafon verbringen kann. VN-tk

„Ich bin unheimlich dankbar für die Möglichkeit, diese Erfahrungen machen zu dürfen.“

Beim Fotoshooting vor dem Saisonstart war Leonie Salzgeber bester Dinge.Donaldsen/2
Beim Fotoshooting vor dem Saisonstart war Leonie Salzgeber bester Dinge.Donaldsen/2

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