Magyaren bremsen Dornbirn

Sport / 22.11.2020 • 22:57 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Magyaren bremsen Dornbirn
Die Bulldogs mit Emilio Romig fanden gegen die Ungarn mit Csanad Erdely kein Rezept. LERCH

Die Bulldogs mussten sich gegen Fehervar mit 2:3 geschlagen geben.

Dornbirn „Es war ein enges Spiel aber wir haben sechs Strafen kassiert und daraus zwei Gegentreffer eingefangen. Zu viel.“ Dornbirn-Trainer Kai Suikkanen ärgerte sich über die Undiszipliniertheit seines Teams, fügte jedoch an, „die Ungarn waren das bessere Team.“ Die Bulldogs kassierten nach zwei Heimerfolgen eine 2:3-Niederlage gegen Fehervar und bleiben in der Tabelle damit auf Platz sechs. Bereits am Dienstag folgt gegen Innsbruck (19.15 Uhr) der nächste Heimauftritt der Messestädter.

„Wir haben gegen eine gute Mannschaft verloren und ich finde es war auch verdient.“

Jannik Fröwis, Spieler DEC

Ausgeglichene Bilanz

17 Punkte sammelten die Dornbirner in der bisherigen Saison, wobei zwölf Zähler allein in den letzten sechs Matches eingefahren wurden. Damit hielten die Bulldogs vor der Fehervar-Partie nach zwölf Runden bei sechs Siegen und genauso vielen Niederlagen. Diese Leistung lässt sich umso besser einordnen, wenn der Blick auf die letzte Saison gerichtet wird. Als klarer Tabellenletzter war vor einem Jahr für den damaligen Coach Jussi Tupamäki nach zwölf Spielen Schluss. Sein Nachfolger, Kai Suikkanen, gab seinen Team nach dem freitäglichen KAC-Erfolg einen Tag Verschnaufpause. Der DEC-Coach rechnete gegen die Ungarn, die tags zuvor Innsbruck mit 4:3 bezwangen, erneut mit einem intensiven Match, bei dem die Heimischen nur auf den angeschlagenen Sam Antonitsch verzichten mussten. Zudem startete Oskar Östlund im Tor.

Überzahl bringt Tore

Nach einem Fehlpass von Devin Brosseau in Minute zwei, hämmerte Gäste-Stürmer Andrew Sarauer die Scheibe an die Stange. Glück für die Bulldogs, die ihrerseits in der achten Minute erstmals auf sich aufmerksam machten. Ein Zuspiel von Andrew Yogan nützte Nikita Jevpalovs zum Alleingang. Der Lette brachte die Scheibe am gegnerischen Torhüter nicht vorbei. Nur eine Minute später standen die Gäste mit einem Mann mehr auf dem Eis. Diese Überzahl nützte Akos Mihaly zur Führung. Kurz danach fasten die Gastgeber erneut eine Strafe aus. Dies blieb ohne Folge, dabei hatte Jevpalovs bei einem Konter die Chance auf den Ausgleich. Er scheiterte erneut an Fehervar-Goalie Jaroslav Janus. In der 16. Minute musste der ungarische Keeper doch hinter sich greifen. Henrik Nilsson beförderte im ersten Dornbirn-Powerplay den Puck aus spitzem Winkel ins Gehäuse. Der erste Saison-Treffer für den Verteidiger.

Kein Rezept

Im zweiten Abschnitt sah es lange so aus, als ob sich am Zwischenstand nicht allzuviel ändern würde. Beide Mannschaften verteidigten gut. Im Angriff hatten die Gäste durch Alex Petan (26.) und Colton Hagroves (27./29.) zwar die deutlich gefährlicheren Möglichkeiten, jedoch war DEC-Goalie Östlund auf dem Posten. In der 36. Minute kam DEC-Verteidiger Yannis Kaldis hinter dem gegnerischen Gehäuse zur Scheibe. Er bediente Jannik Fröwis ideal und die Hausherren führten mit 2:1. Eine knappe Minute vor Drittelende gelang den Ungarn jedoch der Ausgleich. Einen Schuss von Daniel Szabo brachte Östlund nicht richtig unter Kontrolle und die Scheibe hüpfte über die Fanghand ins Tor.
Die Entscheidung in diesem knappen Duell fiel fünf Minuten vor dem Ende. Sarauer nützte ein Überzahlspiel zum Siegestreffer. Die Messestädter fanden wie schon das gesamte Schlussdrittel kein Mittel mehr, um doch noch Zählbares zu fabrizieren. ABR

ICE Eishockey Liga

Dornbirner EC – Fehervar AV 2:3 (1:1, 1:1, 0:1)

Messeishalle, SR Berneker, Ruetz, Martin, Tschrepitsch

Torfolge: 9. 0:1 Mihaly (5:4-Überzahl), 16. 1:1 Nilsson (5:4), 36. 2:1 Fröwis, 39. 2:2 Szabo, 55. 2:3 Sarauer (5:4), 

Strafminuten: 12 bzw. 10

Dornbirn: Östlund; Kaldis, MacKenzie, Kokkila, Nilsson, Magnan, Schnetzer, Egger, Kutzer; Yogan, Rapuzzi, Jevpalovs Brosseau, Straka, Romig, Macierzynski, Häußle, Woger, Fröwis, Pöschmann, Schwinger

Fehervar: Jaroslav; Stipsicsz, Campbell, Vas, Caruso, Geiger, Szabo; Hargrove, Hari, Kuralt, Erdely, Sarauer, Petan, Sarpatki Bartalis, Mihaly, Kovacs, Szita

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