Aufregung um die Ulmer-Brüder

Sport / 23.11.2020 • 22:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Martin (l.) und Stefan Ulmer erlebten mit ihren Klubs in Villach und Biel schlimme Tage.gepa
Martin (l.) und Stefan Ulmer erlebten mit ihren Klubs in Villach und Biel schlimme Tage.gepa

Stefan und Martin mussten als Notfall-patienten ins Krankenhaus.

Schwarzach Keine einfachen Tage für Mama Manuela und Papa Arno Ulmer. Mit Stefan und Martin waren am Wochenende die beiden Eishockey spielenden Söhne in dramatische Szenen verwickelt. Stefan musste am Freitag mit einer Gehirnerschütterung in Fribourg zur Untersuchung ins Krankenhaus. Am Tag darauf fiel Martin zu Hause in Salzburg bewusstlos von der Essbank, notfallmäßig wurde er mit dem Hubschrauber in die Klinik nach Salzburg geflogen. Es gibt bei beiden zwar Entwarnung, aber der Schock sitzt tief.

„Die Situation belastet mich schon sehr, aber für meine Frau Manuela ist das hoch zehn“, beschreibt Arno Ulmer die bangen Vorfälle mit seinen Söhnen. Bei der Partie zwischen dem EHC Biel in Fribourg (1:4) in der Schweizer National League wurde Stefan von Gegenspieler Matthias Rossi an die Bande gecheckt. Der Zwischenfall mit dem mehr als 100-Kilo-Mann blieb für den 29-jährigen Verteidiger nicht ohne Folgen: Ulmer musste benommen vom Eis und wurde sofort zur Untersuchung mit dem Krankenwagen ins Spital gebracht. Diagnose: Gehirnerschütterung. Eine Verletzung, mit der der jüngere der Ulmer-Brüder bereits zum fünften Mal konfrontiert ist. Die Teamärzte des EHC Biel befürchten einen Ausfall bis Jahresende. In der renommierten Schulthess-Klinik in Zürch wird Stefan nun genaueren Tests unterzogen.

Mit dem Hubschrauber in die Klinik

Dramatisch spielte sich der Zwischenfall von Martin zu Hause in Salzburg ab. Nach dem Spiel am Samstag gegen die Vienna Capitals (4:1) fuhr der 32-Jährige – wie so oft, wenn der Tag danach trainingsfrei ist – von Villach heim zu seiner Familie. Beim Frühstück am Sonntag früh kam es dann zum Zwischenfall: Martin fiel bewusstlos von der Sitzbank. Seine Frau Andrea leistete Erste Hilfe, weil dem Rettungswagen ein Notarzt fehlte, wurde Ulmer mit dem Hubschrauber von Friedberg in die Klinik nach Salzburg geflogen. Am Abend gab es aber Entwarnung: Die Befunde zeigten keine Auffälligkeiten. Bei Martin, der in elf Spielen für den VSV bereits neun Punkte sammelte, stehen nun Belastungs-EKGs an, ob er morgen gegen seinen Exklub Salzburg wieder auf dem Eis steht, ist mehr als fraglich. VN-ko

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.