Die Formel 1 wird 2021 weiblich

Sport / 23.11.2020 • 16:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auf Fabienne Wohlwend wartet eine intensive Rennsaison 2021, die W-Series rückt zur Formel-1-Kategorie auf. <span class="copyright">WSeries</span>
Auf Fabienne Wohlwend wartet eine intensive Rennsaison 2021, die W-Series rückt zur Formel-1-Kategorie auf. WSeries

Fabienne Wohlwend und die W-Serie fahren im Rahmenprogramm der Königsklasse.

Schellenberg Die seit 2019 am Start stehende Formel 1 der Frauen, die W-Series, erhält im kommenden Jahr eine neue Plattform. Anstatt wie bisher im Umfeld der DTM die Rennen zu bestreiten, rücken die Frauen in die Königsklasse auf. Im Rahmenprogramm der Formel 1 könnten etwa Rennen in den USA oder Mexiko warten. Bisher fuhren die Frauen lediglich in Europa. „Damit wird unsere Rennserie deutlich aufgewertet und wir können uns noch besser präsentieren“, freute sich die Liechtensteinerin Fabienne Wohlwend über die Ankündigung. Sie ist aktuell die einzige Teilnehmerin aus dem deutschsprachigen Einzugsgebiet. „Es war immer das Ziel der Serie, weltweit gesehen zu werden. Nun hat es geklappt und wir freuen uns auf interessante Rennen.“

Qualifikation fällt weg

Aufgrund der Coronasituation musste die Saison 2020 von der Rennstrecke in den Simulator verlegt werden. Insgesamt zehn Rennen standen dabei auf dem Programm. „Natürlich habe ich mir das Jahr ganz anders vorgestellt. Es war für mich viel zu ruhig. Anstelle von 15 geplanten Rennwochenenden konnten nur fünf gefahren werden. Aber im Vergleich zu anderen Profisportlern konnten wir überhaupt unserem Sport nachgehen“, beschreibt die 23-Jährige aus Schellenberg das aktuelle Jahr.

„Unsere Rennserie wird deutlich aufgewertet, wir können uns noch besser präsentieren.“

Fabienne Wohlwend, Rennfahrerin in der W-Series


Immerhin muss die PS-affine Liechtensteinerin für die kommende Saison kein Ausscheidungsverfahren durchlaufen. „Die Fahrerinnen aus 2020 sind qualifiziert. Das nimmt natürlich schon auch einen Druck weg, da die Ausscheidungen immer sehr anspruchsvoll waren.“ Die Vorfreude auf die neuen Rennstrecken ist deshalb sehr groß. „Ich wäre bereit, von mir aus könnten wir bereits jetzt loslegen.“ Doch es heißt noch ein bisschen warten, bis es wieder in den Rennwagen zurückgeht. Erst im März stehen die ersten Rennen an. Bis dahin arbeitet die Profisportlerin unter anderem mit Max Cavada aus Göfis an der optimalen körperlichen Fitness. „Wir trainieren täglich, wenn möglich natürlich miteinander, ansonsten geht es aber auch virtuell.“

Arbeitsreiches Jahr wartet

Und wenn alles klappt, kann 2021 ein arbeitsreiches Jahr werden. Denn neben der W-Series wird die Schellenbergerin auch in der Ferrari Challenge für das Team Octane126 an den Start gehen. Und das Fernziel Langstreckenrennen könnte auch greifbar werden. „Ich hoffe, dass der Plan so durchgeführt werden kann und ich viele Tage im Rennboliden sitze“, blickt Wohlwend voller Vorfreude in die Zukunft. HFL

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