Eishockey: Ein Ergebnis der unakzeptablen Art

Sport / 25.11.2020 • 16:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Eishockey: Ein Ergebnis der unakzeptablen Art
Dornbirn-Stürmer Nikita Jevpalovs überlistet die Innsbrucker Abwehr und Torhüter Tom McCollum mit dem Treffer zum 1:2. Lerch

Deutliche 2:6-Niederlage des Dornbirner EC im Heimspiel gegen den HC Innsbruck.

Dornbirn Dritte Niederlage im dritten Westderbyduell dieser Saison für den Dornbirner EC gegen den HC Innsbruck. Nach dem 2:6 in der Vorbereitung und dem 1:4 zum Auftakt der bet-and-win Ice Liga stand wieder ein deutliches 2:6 auf der Anzeigetafel. Drei Gegentreffer in neun Minuten in einem schwachen Startabschnitt waren für den Rest des Spiels eine zu schwere Hypothek für die Bulldogs. „Wir waren im ersten Drittel sehr chaotisch“, analysierte Torhüter Thomas Höneckl schonungslos. „Das Ergebnis ist inakzeptabel. Wir haben in der eigenen Zone untypisch reagiert, uns selber mehr Druck gemacht als der Gegner.“

Eigenfehler am laufenden Band

Innsbruck machte mit lästigem Forechecking von Beginn an Druck aufs Tor der Dornbirner. Max Gerland und Sam Herr tauchten bereits in der ersten Spielminute gefährlich vor Höneckl auf. Und weil es so einfach ging, übertölpelte Deven Sideroff die überforderte DEC-Hintermannschaft, schloss in Minute vier zum 1:0 ab. Auch das 2:0 (7.) durch Daniel Ciampini fand unter Mithilfe der Gastgeber statt, Nikita Jepalovs hatte den Puck in der eigenen Abwehrzone vertändelt. „Da werden die Weihnachtsgeschenke schon im November verteilt“, war Dornbirns Geschäftsführer Alexander Kutzer früh bedient. Haie-Torhüter Tom McCollum wurde dann in der achten Minute erstmals beschäftigt, Jevpalovs besserte seinen Schnitzer etwas später mit dem 1:2 (13.) aus. Nur 32 Sekunden nach dem Anschlusstreffer stellten die Tiroler den Zwei-Tore-Abstand aber wieder her, Sideroff drückte den mehrfach abgefälschten Puck zum 3:1 (13.) über die Linie.
Dornbirn, das auf den an der Schulter verletzten Sam Antonitsch verzichten musste, kam engagierter und wohl von Trainer Kai Suikkanen angestachelt im Mitteldrittel aufs Eis zurück. Neue Sturmlinien – Anton Straka wechselte zwischen Philipp Pöschmann und Jannik Fröwis, Stefan Häußle zu Simeon Schwinger und Kevin Macierzynski – beflügelten die Bemühungen des Hausherrn.

Überlegen, aber wenig effizient

Der DEC war mit Chancen von Jevaplovs und Romig in den ersten zehn Minuten des Mitteldrittels am Drücker, das Tor fiel aber auf der anderen Seite. Im ersten Überzahlspiel der Tiroler erhöhte Ciampini auf 4:1 (30.). Das nächste Penaltykilling folgte auf dem Fuß, diesmal mit dem besseren Ende für Dornbirn: Romig nützte einen Fehler von McCallum – der zwar im letzten Drittel noch zauberte, aber in dieser Situation den Puck durchrutschen ließ – und staubte zum 2:4 (33.) ab. Der Wiener im DEC-Dress scheiterte später am Tormetall, wie zuvor auch schon Straka und Yogan.
Ciampinis dritter Treffer zum 5:2 (43.) fiel in einer Druckphase der Hausherren. Am Ende verhinderte aber Höneckl eine höhere Niederlage. Der Bullogs-Torhüter machte zweieinhalb Minuten vor der Schlusssirene Platz für einen sechsten Feldspieler, das nützte Jonathan Racine zum 6:2-Endstand (59.).

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.