In Zürs geht das Warten für Christian Hirschbühl zu Ende

Sport / 26.11.2020 • 23:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In Zürs geht das Warten für Christian Hirschbühl zu Ende
Freut sich über seine Rückkehr in den Ski-Weltcup: Christian Hirschbühl. GEPA

400 Tage nach seinem letzten Rennen ist er bereit. Der Lauteracher fühlt sich wieder fit.

Zürs Er wirkt fokussiert und doch ein wenig locker. Dabei musste Christian Hirschbühl 400 Tage warten, ehe er wieder bei einem Weltcuprennen am Start stehen wird. Zuletzt war es ihm am 23. Dezember des Vorjahres vergönnt, beim Parallelbewerb in Alta Badia. Somit schließt sich heute für den 30-Jährigen in Zürs der Kreis, auch wenn dazwischen einiges passiert ist. „Es war schon schwierig, all die Zeit nur vor dem Fernseher“, gesteht er. Nun aber ist die Adduktorenverletzung endgültig ausgeheilt. „Seit zwei Monaten trainiere ich schmerzfrei“, verrät er. Und er glaubt sich in guter Form, zumal dies auch die Trainings zuletzt auf der Reiteralm belegten. „Ich mag die engeren Torabstände und ja, ich freue mich sehr auf das Heimrennen. Spannend, auch weil sich das Reglement gegenüber dem letzen Mal doch einigermaßen verändert hat.“ Dennoch ist es für den Lauteracher speziell, gerade in Zürs in den Weltcup zurückzukehren. „Auch wenn ich noch nicht sagen kann, wie es ist. Ich bin ja noch nie ein Weltcuprennen in Vorarlberg gefahren. Aber eines ist sicher: Ich freue mich.“

Ski Alpin

Weltcup Zürs 2020

ÖSV-Aufgebot Herren

Christian Hirschbühl, Matthias Mayer, Vincent Kriechmayr, Roland Leitinger, Michael Matt, Fabio Gstrein, Adrian Pertl und Dominik Raschner

Programm

PAR Herren, 27. 11. 2020 (10 Uhr Qualifikation /17.50 Uhr Finale – ORF 1, live)


Den Hang hat er vor dem Damenbewerb kurz besichtigt. Sein Urteil? „Er ist sehr gleichmäßig, wirkt sehr fair.“ Seine Prognose? „Es wird ein enges Rennen, ein Hundertstel-Gemetzel.“ Spannung ist also angesagt, zumal auch Hirschbühl die Top 16 anvisiert. „Jeder in diesem Feld hat die Chance, sich zu qualifizieren. Für mich gilt, auf mich selbst zu schauen, alles aus mir rauszuholen, was ich an diesem Tag kann. Und dann schauen wir, wofür es reicht.“ Zudem ist er froh, dass er vor dem ersten echten Slalom wieder das Rennfeeling verspürt. „Mal schauen, ob etwas Nervosität dabei ist“, schmunzelt er und verrät: „Ich mag den Parallelbewerb, kenne dieses Format auch schon aus dem Europacup. Das Duell Mann gegen Mann, du spürst den Kitzel, den Gegner neben dir.“ All das klingt nach Vorfreude und dem Wissen, in Zeiten wie diesen das Privileg, den Job machen zu dürfen, voll auszukosten.

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