Was ist zu tun gegen die allgemeine Verunsicherung?

Sport / 30.11.2020 • 17:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Was ist zu tun gegen die allgemeine Verunsicherung?
Torhüter Martin Kobras ist derzeit der einzige Altach-Spieler, der auch aufgrund seiner Leistungen eine Führungsrolle übernehmen kann. GEPA

Altachs spielerische Schwäche ist vor allem eine Kopfsache. Dessen ist sich Präsident Peter Pfanner sicher.

Altach Kein Ligatreffer seit 277 Minuten, kaum Torchancen und wenige Ballstafetten über zwei Stationen – der Cashpoint SCR Altach präsentiert sich Ende November 2020 in spielerischer Hinsicht am Tiefpunkt. Fast schon greifbar ist die allgemeine Verunsicherung der Spieler bzw. der Mannschaft, sobald der Anpfiff erfolgt. Für Präsident Peter Pfanner ist es vor allem ein „Kopfthema“. Aufgabe der sportlichen Leitung sei es deshalb, den Spielern die Kopflastigkeit zu nehmen. Doch dem 54-Jährigen ist sehr wohl bewusst, dass das Selbstvertrauen wohl nur mit Erfolgen gestärkt werden kann.

„Mit Sicherheit werden wir in Altach keine Trainerdiskussion beginnen.“
Peter Pfanner
Cashpoint SCR Altach, Präsident

Peter Pfanner, Cashpoint SCR Altach, Präsident

Pfanner betont zugleich, dass auch nach der sechsten Saisonniederlage und derzeit 21 Liga-Gegentreffern die Person des Cheftrainers nicht zur Diskussion steht. Vielmehr befürwortet er, dass in den restlichen drei Spielen bis zur Winterpause gegen St. Pölten (H, 5. Dezember), Ried (A, 12. Dezember) und Hartberg (A, 19. Dezember) das Augenmerk auf die Defensive gelegt wird. Altachs Klubchef kann diesbezüglich die Überlegungen des Betreuerstabes nachvollziehen, wenngleich er ehrlicherweise seine Enttäuschung über das Dargebotene nicht verhehlen will. „Ich habe das Gefühl, dass keiner den Ball haben will, dass insgesamt die Kompaktheit verloren gegangen ist.“ Deshalb, so ist er sich sicher, schieße man auch keine Tore.

Finanzielle Möglichkeiten

Wichtig sei es nun, bis zur Winterpause mit einem „blauen Auge“ davonzukommen. Über Weihnachten gelte es dann die richtigen Schlüsse zu ziehen. Keine Spur von Weihnachtsfrieden also in Sicht bei den Rheindörflern, vielmehr wird die kurze Zeit bis zum Frühjahrsstart (23. Jänner 2021) eine stressige. Gilt es doch, die richtige Verstärkung zu holen. „Wir haben die finanzielle Möglichkeit“, versichert Pfanner. Umso wichtiger ist also die Zeit bis zur Weihnachtspause mit den drei Spielen gegen Liga-Konkurrenten, die auf Augenhöhe scheinen. Zumal Angst vor Fehlern fehl am Platze scheint. Denn Fehler wurden zuletzt viele begangen – und so hat man nur fünf von 27 möglichen Punkten auf dem Konto. Als großer Hoffnungsträger verbleibt Torhüter Martin Kobras: Der 35-Jährige parierte zuletzt drei der vier Elfmeter gegen ihn. Kobras hielt die Schüsse von Stefan Zwierschitz, Morten Hjulmand und Johannes Eggestein

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