Handball-WM: Jubiläum gegen guten Bekannten

Sport / 26.01.2021 • 21:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Handball-WM: Jubiläum gegen guten Bekannten
Der gegen Südkorea geschonte Rolbert Weber führt mit 29 Treffern die interne Torschützenliste an. Dahinter folgen Seppo Frimmel und Lukas Hutecek (je 24). IHF

Österreichs Handballer treffen im Spiel um Rang 25 am Mittwoch (17.30 Uhr) auf Tunesien.

Kairo „Unsere Mission ist noch nicht erfüllt. Von der Papierform her geht es um Rang 25 im Endklassement. Doch für mich steht ein positiver Abschluss im Vordergrund.“ Teamchef Ales Pajovic gibt vor der anschließenden Partie von Österreichs Handballern bei der WM-Endrunde in Ägypten heute (17.30 Uhr, live ORF Sport+) gegen Tunesien die Marschrichtung vor. Nach der missglückten Vorrunde mit Niederlagen gegen die Schweiz (25:28), Frankreich (28:35) und Norwegen (29:38) will Pajovic den Aufwärtstrend beibehalten. Mit den Siegen in der Trostrunde gegen Marokko (36:22), Chile (33:31) und Südkorea (36:29) wurde die Statistik aufpoliert. Nun will man sich gegen Tunesien aus Ägypten mit einem Sieg verabschieden.

Obwohl aufgrund der Aufstockung von 24 auf 32 Teams die schlechteste WM-Platzierung der Geschichte bereits fix ist, hofft Pajovic, im Hinblick auf die im Frühjahr anstehenden drei Partien in der EM-Qualifikation gegen Estland und Bosnien-Herzegowina auf ein versöhnliches Ende.

„Es geht nicht nur um Rang 25,
sondern auch um einen positiven
Abschluss der Endrunde
.“

ÖHB-Teamchef Ales Pajovic

Die siebte Begegnung in 13 Tagen gegen den zehnfachen Afrikameister Tunesien ist zugleich das 850. Länderspiel in der Geschichte. Gleichzeitig besteht beim vierten WM-Turnier in diesem Jahrhundert die Möglichkeit, im 27. Endrundenspiel die rot-weiß-rote Bilanz auf zehn Siege zu verbessern. „Es gäbe sicher noch weitere Argumente und Gründe, um die Partie ernst zu nehmen. Der wichtigste Aspekt ist aber sicher, dass wir bei einer Weltmeisterschaft sind und die Nation vertreten“, betont der 42-jährige Slowene. „Das muss unserer Anspruch sein und dem müssen wir gerecht werden.“

Sieg, Remis und Niederlage

Mit Tunesien trifft man auf einen bekannten Gegner. Bei allen Endrunden in den letzten zehn Jahren gab es ein direktes Duell: 2011 behielt man zum Auftakt im President‘s Cup knapp mit 26:25 die Oberhand, vier Jahre später gab es in der Vorrunde ein 25:25-Remis und 2019 musste man sich im letzten Gruppenspiel klar 27:32 geschlagen geben.

Die Nordafrikaner sind zum 13. Mal in Folge seit 1995 bei einer WM-Endrunde vertreten. Herausragende Platzierung war der vierte Rang 2005 nach einem 25:26 im kleinen Finale gegen Frankreich.

In Ägypten unterlagen die Adler in der Vorrunde gegen Polen (28:30) und Spanien (30:36) und erreichten ein 32:32 gegen Brasilien. In der Trostrunde gab es Siege gegen Angola (34:29) die DR Kongo (38:22) und das 10:0 gegen Rückzieher Kap Verde zu Buche.

ÖHB-Kapitän Gerald Zeiner hat viel Respekt vor dem letzten Gegner: „Das wird ein richtig harter Brocken. Sie haben eine kompromisslose Abwehr und gute Einzelspieler. Wir müssen uns auf eine kampfbetonte Partie einstellen. Um wie vorgenommen die Trostrunde siegreich zu beenden, gilt es, die letzten Kraftreserven zu mobilisieren und noch einmal alles reinzuwerfen.“