Christian Adam

Kommentar

Christian Adam

Bekenntnis zum Sport

Sport / 19.02.2021 • 20:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Zeit ist gekommen, auch ohne dabei die Worte eines Tiroler Freiheitshelden in den Mund nehmen zu wollen. Aber die Stimme des Sports kann und darf nicht länger ungehört bleiben. Vorarlbergs Skipräsident Walter Hlebayna hat es in der Sportsendung „Mixed Zone“ klar angesprochen. Verbandsübergreifend, so sein Appell an die Verantwortlichen in der Politik, müsse der Breiten- und Nachwuchssport – auch dank der neuen Testmöglichkeiten und mit guten Präventionskonzepten ausgestattet – zurück an den Start. Eine Forderung, die seitens des österreichischen Fußballverbandes ÖFB in einem offenen Brief, unterschrieben von allen Landespräsidenten, in klaren Worten zum Ausdruck gebracht wird – denn:
Dem Sport droht aufgrund des Lockdowns der Verlust von ganzen Jahrgängen. Bitter für die vielen Vereine, auch wenn die Auswirkungen wohl erst in Jahren so richtig zu spüren sein werden. Fehlende Aktive, kaum mehr Funktionäre – was bleibt ist ein düsteres Zukunftsszenario. Nicht zu unterschätzen ist zudem der zu befürchtende gesellschaftspolitische Schaden. Allein im Fußballverband droht aufgrund des generellen Trainingsverbots regional ein Rückgang bei Nachwuchssportlern bis zu 30 Prozent. Im Vorarlberger Fußballverband wird vor allem eine Perspektive vermisst. Das erschwert die Vereinsarbeit, wie Hohenems-Obmann Harald Achenrainer den VN verriet. Nicht genug der Warnungen der großen Sportverbände in Österreich, hat sich auch noch Vorarlbergs Kinder- und Jugendanwalt Michael Rauch mit einem Brief an Vizekanzler Werner Kogler gewandet. Die Botschaft ist klar: Lernen wir zu leben mit dem und nicht gegen das Virus. Der Sport in all seinen Facetten ist hierfür ein äußerst hilfreiches Instrument.