Lustenau greift ein und an

Sport / 31.03.2021 • 22:42 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Für den EHC Lustenau geht es zum Play-off-Auftakt nach Bruneck, am Samstag genießen Max Wilfan und Co. in der Rheinhalle Heimvorteil.Steurer
Für den EHC Lustenau geht es zum Play-off-Auftakt nach Bruneck, am Samstag genießen Max Wilfan und Co. in der Rheinhalle Heimvorteil.Steurer

Start ins Play-off-Viertelfinale heute in Bruneck gegen den HC Pustertal.

Lustenau Der EHC Lustenau startet heute in Bruneck gegen den HC Pustertal ins Play-off-Viertelfinale der Alps Hockey League. Nach den Covid-19-Problemen bei den Südtirolern beginnt die Serie nicht nur mit Verspätung, sondern auch mit einem neuen Favoriten. Weil bei Pustertal Schlüsselspieler wie Massimo Carozza, Luke Pither, Alex De Lorenzo Meo, Max Oberrauch, Viktor Schweitzer, Davide Conci und Stephen Lee wegen der Corona-Maßnahmen unter Quarantäne stehen, gehen die Lustenauer mit Vorteilen die Serie an.

Solide 60 Minuten abliefern

EHC-Trainer Mike Flanagan hält aber nichts von der Favoritenrolle seiner Mannschaft. „Auch wir haben ja Ausfälle, wenn auch nicht so viele wie Pustertal“, gibt der Coach zu bedenken. Lukas Reihs vertritt weiter den verletzen Torhüter Tony Morrone, auch Stürmer Frederik Rasmussen wird nicht mit von der Partie sein. „Pustertal hat uns im Grunddurchgang zweimal geschlagen. Die Mannschaft ist tief besetzt, spielt eine fantastische Saison.“ Was der EHC im Grunddurchgang zu spüren bekam, als die Spiele gegen den angehenden Ice-Klub mit 1:3 und 1:6 verloren gingen. „Wir werden uns nicht vordringlich mit dem Gegner beschäftigen, wir müssen unser Spiel suchen, solide 60 Minuten abliefern. Der Start wird sehr wichtig sein, wir dürfen nicht wieder in Rückstand geraten. Meine Mannschaft muss die beste Leistung abliefern, die möglich ist.“

Ob die auf Best-of-Three verkürzte Serie ein Vorteil ist? „Das mag ich nicht beurteilen, ich kann die Situation auch nicht beinflussen“, sagt Flanagan. Präsident Herbert Oberscheider denkt schon, dass ein verkürztes Play-Off ein kleiner Vorteil sein könnte. „Aber ehrlich gesagt: Ich bin stolz, wie das Team die Saison unter den Corona-Bedingungen über die Bühne gebracht hat. Wir sind so weit gekommen, weil wir so diszipliniert waren. Die Gesundheit der Spieler geht immer vor.“

„Es geht um den Aufstieg“

Max Wilfan sieht der Serie mit „viel Freude und Spannung entgegen. Für einige der jungen Spieler ist es das erste Mal, dass sie Play-off-Luft schnuppern. In dieser Phase geht es nicht mehr um Punkte, sondern um den Aufstieg – Tugenden wie Einsatz und Leidenschaft bekommen einen noch höheren Stellenwert. Gegen Ritten haben wir gezeigt, dass sehr viel Potenzial im Team steckt.“

Pustertal-Trainer Luciano Basile gibt sich trotz der unerfreulichen Vorzeichen kämpferisch: „In jedem Fall soll die Festung Rienzstadion mit Händen und Füßen verteidigt werden, es deutet alles auf eine Abwehrschlacht auf dem Eis hin.“ KO

„Tugenden wie Einsatz und Leidenschaft bekommen einen noch höheren Stellenwert.“

eishockey

Alps Hockey League 2020/21, Viertelfinale

Heute spielen

HC Pustertal (3.) – EHC Lustenau (9.) 20.00 Uhr

SR Moschen, Virta, Cristeli, DeZordo  0:0, Serie wurde auf Best-of-Three verkürzt

Asiago Hockey (4.) S. G. Cortina (5.) –  19.00 Uhr

SR Benvegnu, Pinie, Mantovani, Rigoni Serie: 2:0 (2:1, 2:1)

Olimpija Laibach (1.) – Wipptal Broncos (11.)  18.00 Uhr

SR Groznik, Lesnjak, Arlic, Snoj Serie: 2:0 (7:3, 4:3)

HDD Jesenice (2.) – HC Gröden (10.)  20.30 Uhr

SR Pahor, Rezek, Bergant, Miklic Serie: 2:0 (3:1, 3:1)

Die weiteren Spieltermine in der Viertelfinalserie

Donnerstag, 1. April, Samstag, 3. April