Tokio-Spiele ohne Impfung kaum möglich

Sport / 02.04.2021 • 20:12 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Benjamin Bildstein bleibt in der Olympia-Vorbereitung fokussiert.gepa
Benjamin Bildstein bleibt in der Olympia-Vorbereitung fokussiert.gepa

Vorbereitung der Olympiasegler stark beeinträchtigt. Auch Bildstein/Hussl mit einem „Ersatzprogramm“.

Tokio Die Vorbereitung der bereits für die Olympischen Spiele in Tokio qualifizierten Segel-Teams wird wegen der Corona-Pandemie durcheinandergewirbelt. Alle Olympia-Teilnehmer dürfen erst am 14. Juli ins Olympia-Revier in Enoshima reisen, also nur neun Tage vor Eröffnung der Spiele. Ob es davor Trainingsmöglichkeiten in Japan geben wird, ist noch offen. Definitiv fällt das ab Anfang Mai von Österreichs Verband (OeSV) in Enoshima vorgesehene Trainingslager flach.

Zudem ist eine ab 8. Juni im Olympia-Revier angesetzt gewesene Vorbereitungsregatta verschoben worden. „Das ist natürlich nicht optimal. Aber wir müssen aus dieser Situation das Beste machen und maximal flexibel bleiben“, sagt OeSV-Sportdirektor Matthias Schmid. Von der Suez-Kanal-Blockade waren auch die Anfang März nach Japan verschifften OeSV-Olympia-Container betroffen, aufgrund der erforderlichen Camp-Absage sei die Lage laut Schmid aber nicht dramatisch.

Bildstein/Hussl vor Lanzarote

Bei der Auswahl der europäischen Trainingsdestinationen wurden solche mit ähnlichen Dünungswellen und Windstärken wie in Japan gewählt. Zu diesem Zweck waren die in den vergangenen Jahren in Enoshima erhobenen Messdaten mit dem meteorologischen Team genau analysiert worden. Zajac/Matz segeln nun vor Sizilien, Bildstein/Hussl vor Lanzarote und Frank/Abicht vor Vilamoura in Portugal. Abwechslung durch Regatten gibt es kaum. „Aktuell gehen wir auch nicht davon aus, dass wir bis zu den Spielen ein ‚Großevent‘ segeln werden“, erläuterte Schmid. Den wichtigen internationalen Vergleich vor dem Großereignis wird es nicht geben.

Abseits dieser Probleme warten die OeSV-Aktiven noch auf einen Corona-Impfschutz. Schmid: „Mit einem positiven Testergebnis vor oder bei den Spielen riskiert man im schlimmsten Fall das Nichtantreten oder den Abzug des gesamten Teams. Es wird die Impfung als Absicherung brauchen.“