Die Verunsicherung ist groß

Sport / 05.04.2021 • 19:47 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Austria – im Bild Adriano Bertaccini – am Boden und nur noch einen Punkt vom Tabellenende entfernt.gepa
Die Austria – im Bild Adriano Bertaccini – am Boden und nur noch einen Punkt vom Tabellenende entfernt.gepa

Austria Lustenau mit nächster Heimpleite. 0:3-Niederlage gegen die Young Violets Austria Wien.

Lustenau 100 Zuschauer durften am Feiertag ins Lustenauer Planet Pure Stadion. Für die meisten dürfte es aber wohl ein Stadionbesuch der unschöneren Art gewesen sein. Nach einer schlechten zweiten Halbzeit musste sich eine ideenlose Austria-Elf den Jungveilchen mit 0:3 geschlagen geben.

Erste Halbzeit auf Augenhöhe

Die Lustenauer zeigten ein frühes Angriffspressing – was den Veilchen gar nicht gefiel. Die Grün-Weißen starteten zwar vielversprechend, einzig der letzte Ball kam nicht an. Generell passierten beiden Teams viele Fehlpässe im Spielaufbau. Doch während sich die Jungveilchen ihrer Anfangsschwierigkeiten schnell entledigen konnten, zeigte sich die Austria auch weiterhin schlampig in der Spieleröffnung. Zunächst ließen die Violets diese Fehler aber ungestraft: Der umtriebige Huskovic scheiterte in der Anfangsphase gleich doppelt an Schierl (11. & 20.). Wenig später klingelte es aber erstmals im Tor der Gastgeber. Can Keles hatte auf der rechten Seite alle Zeit der Welt, flankte in den Fünfer – wo Florian Fischerauer allein auf weiter Flur war und nur mehr einzunicken brauchte. Lustenau lief einem Rückstand nach – und versuchte sein Glück vor allem über den erneut starken Stefanon. Der junge Hohenemser setzte sich etwa in der 26. Minute gut durch – sein Abschluss ging aber knapp drüber. Anschließend überwog auf beiden Seiten das Glück. Erst bei den Gästen, als eine abgerissene Gmeiner-Flanke bei windigen Bedingungen nur den Pfosten traf (32.). Dann bei den Gastgebern, als ein Hahn-Lupfer nur die Latte touchierte (41.). Und als beide Teams mit den Gedanken schon in der Kabine waren, startete Stefanon auf Rechts durch, setzte den Ball aber knapp am langen Pfosten vorbei. „Gehst du in der ersten Halbzeit in Führung, bin ich überzeugt, dass wir das Spiel gewinnen“, haderte Austria-Coach Kiene mit den ersten 45 Minuten.

Mutlos nach der Pause

Nach der wilden ersten Hälfte zeigte sich die Austria nach dem Seitenwechsel erschreckend ideenlos. Oder wie Kiene meinte: „Ich differenziere ganz klar zwischen dem, was ich in der ersten und in der zweiten Halbzeit gesehen habe.“

Bertaccini wirkte in der Offensive völlig isoliert, auch Stefanon konnte sein Schnelligkeit nicht mehr ausspielen. Die Grün-Weißen konnten sich mehrmals bei Keeper Schierl bedanken, der seine Farben lange im Spiel hielt. Einen Braun­öder-Freistoß-Kracher lenkte er in der 63. Minute ans Lattenkreuz, gegen Keles (72.) parierte er zur Ecke. Doch die Young Violets machten spätestens in der 80. Spielminute alles klar: El Moukhantir zirkelte den Ball nach einem Eckball aus dem Rückraum in die Maschen. Und fast wäre es noch einmal spannend geworden, Baiye traf nach einem Standard aber nur das Lattenkreuz (86.). Der eingewechselte Feiertag sorgte in der Nachspielzeit noch für den 3:0-Endstand.

Die Luft für die Austria wird dünn, man hat nur einen Zähler mehr als die vier Letztplatzierten der Tabelle. Kiene („Wir haben noch vier Spiele im April. Ich bin überzeugt, dass wir den Turnaround schaffen können“) ist sich aber sicher, mit der Mannschaft wieder in die Siegesspur zu finden.

„Wir haben noch vier Spiele im April. Ich bin überzeugt, dass wir den Turnaround schaffen.“