Kunstschuss von Fischer sichert Altach drei Punkte

Sport / 10.04.2021 • 18:55 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Philipp Netzer im Kopballduell mit George Davies. <span class="copyright">gepa</span>
Philipp Netzer im Kopballduell mit George Davies. gepa

In einem lange Zeit ausgeglichenen Spiel feierte der Cashpoint SCR Altach am Ende einen wichtigen 1:0-Heimsieg über den SKN St. Pölten. Damit entschied auch Damir Canadi das Duell auf der Trainerbank gegen Georg Zellhofer für sich.

Altach Im Duell der ehemaligen Altach-“Entwickler” Damir Canadi vs Georg Zellhofer waren die angekündigten Umstellungen im Lager der Rheindörfler schnell ersichtbar. So stand Kapitän Philipp Netzer (35) erstmals wieder in der Startelf. Erstmals seit seinem verletzungsbedingten Ausscheiden gegen Rapid am 13. Februar dieses Jahres. Der Plan: Zusammen mit Stefan Haudum sollte Netzer, der sich vor allem um Robert Ljubicic kümmerte, die Gästeangriffe schon im Mittelfeld abfangen, während auf den Seiten Manfred Fischer (rechts) und Nosa Edokpolor für Tempo zu sorgen hatten. Chinedu Obasi in zentraler Position davor war für die Bälle in Richtung Stürmer, Daniel Nussbaumer und Daniel Maderner zuständig. Insgesamt veränderte Canadi die Mannschaft gegenüber dem Play-off-Auftakt in Wien auf drei Positionen. Am Ende blieben die drei Punkte im Ländle, womit Altach den Konkurrenten aus St. Pölten in der Tabelle überholte. Mit 13 Punkten liegt man im Relegations-Play-off nun auf Rang vier.

Tipico Bundesliga

24. Spieltag

Cashpoint SCR Altach – SKN St. Pölten 1:0 (0:0)

Altach, Cashpoint Arena, 100 Zuschauer, SR Harald Lechner (W)

Tor: 82. 1:0 Fischer

Gelbe Karten: 24. Luxbacher (St. Pölten), 45/+ 1 Zwischenbrugger (Altach/beide Foulspiel), 55. Davies (St. Pölten/Unsportlichkeit), 69. Schmidt, 75. Pokorny (beide St. Pölten/jeweils Foulspiel), 90./+4 Canadi (Altach-Trainer)

Cashpoint SCR Altach (3-4-1-2): Kobras; Zwischenbrugger, Dabanli, Subotic; Fischer, Haudum (59. Tartarotti), Netzer (59. Wiss), Edokpolor; Obasi (79. Oum Gouet); Daniel Nussbaumer (60. Meilinger), Maderner (60. Bukta)

SKN St. Pölten (4-2-3-1): Riegler; Blauensteiner, Steinwender, Maranda, Kofi Schulz; Pokorny, Luxbacher (76. Servania); Davies (88. Drescher), Robert Ljubicic (46. Booth), Hugy (76. Halper); Schmidt (80. Tetteh)

Den besseren Start in die Partie aber erwischten die Gäste. Dor Hugy war es, der zweimal für richtig Gefahr sorgte. Das erste Mal nach einem Fehler im Altacher Spielaufbau und einem anschließenden Flankenball ins Zentrum. Plötzlich stand der St. Pöltner allein vor Martin Kobras, doch Altachs Schlussmann drehte den Ball über die Latte (9.). Nur zwei Minuten später verfehlte Dor Hugy mit einem Drehschuss nur knapp das Tor. Danach kamen die Altacher besser ins Spiel, doch es dauerte etwas, bis es für die Gäste gefährlich wurde. Netzer mit einem satten Linksschuss verfehlte nur knapp das Tor (26.), kurz darauf zwang Stefan Haudum, dessen Schuss abgefälscht wurde, Torhüter Christoph Riegler zu einer Parade (27.). Altach aber war nun im Spiel und diktierte das Tempo.

Vierertausch und Fischers Einzelaktion

Zur Halbzeit gab es nur einen personellen Wechsel und der betraf das Gästeteam. Canadi hingegen vertraute der Startelf, die auch weiter Druck Richtung St. Pöltner Tor erzeugte. Mit dem entscheidenden Pass in die Tiefe aber taten sich Obasi und Co. schwer. Das hatte zur Folge, dass sich die Niederösterreicher vermehrt befreien konnten. Als Konsequenz daraus folgte nach einer Stunde ein Vierertausch auf Seiten der Hausherren – und kurz darauf ein Durchatmen. Denn Taylor Booth setzte einen Ball trotz freier Schussbahn im Strafraum über das Tor (61.). Der Schuss war aber bezeichnend für den sich drehenden Spielverlauf. Die Gäste nämlich waren es, die mehr und mehr das Tempo bestimmten. Altachs Angriffversuche beschränkten sich gut 20 Minuten vor dem Ende nur noch auf Standards und den Versuch, den schnellen Csaba Bukta in Stellung zu bringen. Doch es sollte Manfred Fischer sein, der mit einer herrlichen Einzelaktion für die Erlösung sorgte. Nach einem Ballgewinn setzte er zu einem Solo an und schloss dieses mit einem satten Schuss aus 20 Metern ab. Der Ball passte genau ins Eck, der Jubel war dementsprechend groß – am Feld und auf der Betreuerbank. Der Steirer wurde damit mit seinem vierten Saisontreffer zum Matchwinner.