Größter Erfolg in der Karriere

Sport / 11.04.2021 • 21:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auf dem Weg zu ihrem neunten ITF-Titel beim 60.000er in Bellinzona gab Julia Grabher in fünf Partien lediglich zwei Sätze ab. GEPA
Auf dem Weg zu ihrem neunten ITF-Titel beim 60.000er in Bellinzona gab Julia Grabher in fünf Partien lediglich zwei Sätze ab. GEPA

Julia Grabher nach Triumph in Bellinzona zurück in Top 200 der Tennis-Weltrangliste.

Bellinzona Die Dornbirnerin Julia Grabher darf sich über einen erfolgsversprechenden Start in die Freiluftsaison freuen. Beim mit 60.000 Dollar dotierten Sandplatzturnier in Bellinzona holte sich die 24-Jährige in beeindruckender Manier den Turniersieg. Nach insgesamt acht Titeln bei bis zu 25.000 Dollar honorierten ITF-Turnieren war der erste Triumph auf der 60.000er-Ebene zugleich der am höchsten einzustufende Erfolg ihrer Karriere.

Zwei Satzverluste in fünf Partien

Vorarlbergs aktuell erfolgreichste Tennisspielerin, die seit knapp 2,5 Jahren in der Tennis-Akademie von Günter Bresnik in der Südstadt trainiert, startete beim Turnier im Tessin mit einem 6:4, 6:3 über die Deutsche Qualifikantin Stephanie Wagner (WTA-Nr. 297) mit 6:4, 6:3, eliminierte anschließend die topgesetzte Französin Oceane Dodin, vor zwei Jahren Nummer 45 der Weltrangliste, aktuell 115., mit 7:6(7), 7:6(2) und schaltete im Achtelfinale beim 6:1, 4:6, 7:6(1) mit der Belgierin Maryna Zanavska die nächste ehemalige top-100-Spielerin aus. Im Viertelfinale war es dann die Deutsche Mona Barthels (30), die mit 6:4, 4:6, 6:2 die Überlegenheit der Dornbirnerin zur Kenntnis nehmen musste. Im Kampf um den Finaleinzug konnte sich Grabher in 76 Minuten Spielzeit mit 6:2, 6:2 erstmals gegen die 29 Jahre alte Ekaterine Gorgodze durchsetzen. Beide bisherigen Duelle, letztmals 2017 im Fed-Cup, hatte Grabher gegen die auf Position 144 in der Weltrangliste gereihte Georgierin ohne Satzgewinn verloren.

In ihrem ersten Endspiel seit der 2:6-, 3:6-Niederlage beim ITF-60.000er-Turnier im September 2019 gegen die Serbin Olga Danilovic setzte Grabher in beeindruckender Manier ihren Erfolgslauf fort. Gegnerin Lucia Bronzetti (22) aus Italien fand kein Rezept gegen das druckvolle Spiel der Dornbirnerin und musste nach 1:18 Stunden Spielzeit mit 6:2, 6:3 Grabher bei der Siegerehrung den Vortritt lassen. „Ich bin im Moment einfach nur froh und glücklich über so einen guten Start in die Freiluftsaison. Ich habe mich vom ersten Schlag an wohlgefühlt. Die Siege gegen Dodin, Zanevska, Barthels und Gordoze haben mir enorm viel Selbstvertrauen gegeben. Im Finale wollte ich mir dann die Chance nicht mehr nehmen lassen und bin einfach total happy und hoffe natürlich, dass ich diesen Flow möglichst lange beibehalten kann“, frohlockte die Dornbirnerin, die beim Turnier im Tessin von ihrem Bruder Alex betreut wurde.

Mit den mit dem Turniersieg in Bellinzona gewonnenen 80 Punkten wird Österreichs Nummer zwei in der heute aktualisierten Weltrangliste sicher einen großen Schritt von Platz 248 nach vorne rücken und könnte im Idealfall ihre bislang beste Platzierung, Rang 198 im März 2018, verbessern.

„So ein perfekter Start in die Freiluftsaison verleiht natürlich Selbstvertrauen.“