Lustenau hat nichts mehr zu verlieren

Sport / 12.04.2021 • 21:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Elias Wallenta und seine EHC-Kollegen stehen heute in Laibach unter Zugzwang. sams
Elias Wallenta und seine EHC-Kollegen stehen heute in Laibach unter Zugzwang. sams

Im dritten Play-off-Duell mit Laibach muss ein Sieg her.

Lustenau Geht noch einmal etwas? Weil man beim EHC Lustenau nichts mehr zu verlieren hat, beantwortet man die Frage mit einem Ja. Will der letzte verbliebene österreichische Klub im Play-off der Alps Hockey League bleiben, muss nach den beiden Niederlagen – 2:4 und 0:8 – in der Best-of-five-Serie heute (18 Uhr) in der Hala Tivoli gegen Olimpija Laibach ein Erfolgserlebnis her.

Fehler sind nicht erlaubt

„Natürlich haben wir dieses Spiel klar verloren, doch im Play-off ist es egal, ob du 0:1 oder 0:10 verlierst“, gibt Kapitän Max Wilfan nicht auf. „Es ist ein Sieg – mehr nicht.“ Der EHC hatte bei der Heimschlappe am Samstag bereits nach 21 Sekunden den ersten Gegentreffer kassiert. Damit war das Team von Mike Flanagan gezwungen, die Spielweise offensiver zu gestalten. Es wurde dann eine Niederlage der Marke Eigenbau: Zu vielen Gegentreffern gingen Eigenfehler voraus. Wilfan: „Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass man sich gegen Laibach keine Fehler erlauben darf – diese werden umgehend bestraft.“ Dass der EHC den Favoriten durchaus ärgern kann, bewies er in der ersten Begegnung auf Laibacher Eis. Beim 2:4 blieb man lange im Spiel, war in der Lage, dagegenzuhalten. „Wir haben das Zeug dazu, die Slowenen unter Druck zu setzen. Wichtig dabei ist eine solide Abwehrleistung und dass wir im Sturm die uns bietenden Möglichkeiten verwerten“, meinte Stürmer David König. „Die ersten Minuten des Spieles werden entscheiden, ob wir in Laibach bestehen können und den Auswärtssieg, den uns kaum jemand zutraut, umsetzen können. Aber die Mannschaft ist ,on fire‘“, versichert König.

Neun Mal zu null

Bei den Laibachern dürfte der zuletzt verletzt gemeldete Ex-Lustenau-Torjäger Marc-Olivier Vallerand wieder mit an Bord sein. Torhüter Paavo Hölsa schaffte in der Rheinhalle bereits das zweite Shutout in den diesjährigen Playoffs. Die gesamte Saison betrachtet, konnte der Finne bereits neun Mal die Null halten. Mit einer Fangquote von 94,2 Prozent führt der 26-Jährige die Statistik an. VN-KO

„Im Play-off ist es egal, ob du in einem Spiel mit 0:1 oder 0:10 verlierst.“

eishockey

Alps Hockey League 2020/21

Halbfinale  Best-of-five

Heute

HK Olimpija Laibach – EHC Lustenau  18.00 Uhr

SR Pahor, Rezek, Arlic, Snoj  Serie: 2:0 (4:2, 8:0)

HDD Jesenice – Asiago Hockey  20.30 Uhr

SR Grozek, Lesniak, Bergant, Miklic Serie: 1:1 (4:3 n.V., 4:1)

Am Donnerstag, spielen

EHC Lustenau – Olimpija Laibach 19.30 Uhr

Asiago Hockey – HDD Jesenice 19.00 Uhr

Falls notwendig: 20. und 22. April