Vor dem Derby ist für Zündstoff gesorgt

Sport / 12.04.2021 • 19:14 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Als Eigengewächs sind bei der Austria die Augen immer wieder auf Pius Grabher gerichtet.gepa
Als Eigengewächs sind bei der Austria die Augen immer wieder auf Pius Grabher gerichtet.gepa

Im letzten Saisonduell zwischen Dornbirn und der Austria
geht es um mehr als drei Punkte, es geht um das Prestige.

Dornbirn Ziele? Die Frage entlockt Florian Prirsch ein Lächeln. Im Sommer 2022 will der FC-Dornbirn-Spieler sein Lehramtsstudium abgeschlossen haben und dann als Lehrer sein Wissen in Mathematik und Geschichte weitergeben. Bei den Rothosen ist er für das heutige (20.25 Uhr) Derby gesetzt, wie auf der Gegenüberseite Pius Grabher. Der 27-Jährige Austrianer ist ebenso wie Prirsch ein Kind des Vereins und deshalb spricht er lieber über sportliche Ziele: „Ein Sieg im Derby und in der Tabelle Dornbirn überholen“, sagt der Mittelfeldspieler der Grün-Weißen und entlockt so Prirsch eine Reaktion: „Wir wollen den Derbysieg aus Lustenau bestätigen.“

Austria nimmt Favoritenrolle an

Das Duell ist eröffnet, wie auch Grabher weiß: „Es ist nicht nur für die Mannschaft ein extrem wichtiges Spiel, sondern auch für den Klub und alle Mitarbeiter. Für die Austria muss der Anspruch gelten, ein Spiel gegen Dornbirn zu gewinnen.“ Grabher nimmt die Favoritenrolle gerne in Anspruch, auch wenn die Tabelle anderes zum Ausdruck bringt. Dass er zuletzt bei der Austria auf verschiedenen Positionen zum Einsatz kam, ist für ihn zweitrangig. „Seit vielen Jahren spiele ich auf der Sechser- oder Achter-Position, zuletzt – aus der Not entstanden – auch als Zehner. Das ist nicht wichtig, was zählt ist, dass ich versuche, der Mannschaft zu helfen.“ Dass der Sieg zuletzt gegen die Rapid-Amateure zur rechten Zeit kam, will er hingegen nicht verneinen: „Es war kein schöner Sieg, aber ein wichtiger. Dadurch ist viel Anspannung von uns abgefallen. Jetzt wollen wir den Aufwärtstrend in Dornbirn fortsetzen.“ Dafür spricht laut Grahber auch die größere individuelle Klasse bei den Grün-Weißen.

Derbyerprobt trotz jungen Alters

Für Prirsch, der im Gegensatz zu Grabher – ein Derbyeinsatz – schon drei Duelle gegen die Austria in den Beinen hat, ist ein Derby noch immer etwas Besonderes. Deshalb hofft er darauf, den Triumph vom Herbst in Lustenau nun ins Heimstadion transportieren zu können. Dafür nötig sei vor allem der unbedingte Siegeswille. Das Rezept liest sich deshalb einfach, selbst wenn die Umsetzung oft schwer ist: „Egal wer am Feld stehen wird, wichtig ist, den Erfolg mehr zu wollen als der Gegner.“ Das große Saisonziel der Dornbirner ist es, sich sportlich für die kommende Meisterschaft in der 2. Liga zu qualifizieren. „Ein Traum wäre es natürlich, in Zukunft einmal mit dem FC Dornbirn in der Bundesliga zu spielen“, schließt der 22-Jährige das Gespräch mit den VN, wie er es begonnen hat: mit einem Schmunzeln.

Für das Derby also sind die Zutaten angerichtet. Und die Kampfansage aus Lustenau ist laut und deutlich: „Dornbirn macht es trotz der vielen Amateurspieler sehr gut. Wir aber wollen mit einem Sieg in der Tabelle wieder vorbeiziehen“, bringt es Grabher auf den Punkt.