Darum muss sich der Amateuerfußball weiter gedulden

Sport / 14.04.2021 • 21:35 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Darum muss sich der Amateuerfußball weiter gedulden
Noch darf der Ball im Vorarlberger Unterhaus nicht rollen. Dennoch gibt man die Hoffnung im Vorarlberger Fußballverband nicht auf. LERCH

Vorarlbergs Fußballverband hofft, zumindest die Hinrunde der Saison 2020/21 im Unterhaus noch fertigspielen zu können.

Bregenz Das Warten nimmt noch kein Ende. Die Coronapandemie hat Vorarlbergs Amateurfußball fest im Griff. Seit November 2020 durften die Kicker aus dem Unterhaus kein Match mehr austragen. Dazu wurde auch der Trainingsbetrieb reglementiert. Ein Ende bzw. eine Aufhebung des Status quo ist nicht in Sicht. Vorarlbergs Amateure klammern sich dennoch an den Strohhalm, zumindest die Hinrunde der Spielzeit 2020/21 fertigspielen zu dürfen, um damit eine Wertung der Saison zu erzielen. Im Vorarlberger Fußballverband hat man sich bereits vor einiger Zeit geeinigt, eine komplett gespielte Hinrunde als Saison zu werten.

“Eine Entscheidung, ob und wann fertiggespielt werden kann, sollte in den ersten beiden Wochen des Mai gefällt werden”

Horst Lumper, VFV-Präsident

Saison beendet

Andere Landesverbände in Österreich wollen nicht länger zuwarten und haben ihre Meisterschaften im Unterhaus bereits abgebrochen. So hat der Kärntner Landesverband sogar eine Ausnahmeregelung beschlossen, die eine Saison als abgeschlossen rechtfertigt, wenn nur 90 Prozent der Spiele in der Hinrunde gespielt worden sind. In Niederösterreich hat man auch reagiert. Der dortige Fußballverband hat die laufenden Meisterschaften im Amateurbereich nach der Verlängerung des Lockdowns in der Ostregion für beendet erklärt. Da bis 18. April kein vollständiges Training mit Körperkontakt möglich sei, wurde diese Entscheidung getroffen. Im Wiener Verband macht man sich weiter Hoffnungen, zumindest die Hinrunde noch fertigspielen zu können. „Wir behalten uns vor, so lange wie möglich die Tür offen zu lassen“, meinte WFV-Vizepräsident Johannes Dobretsberger auf Anfrage. Man warte ab, ob es nach dem 2. Mai Öffnungsschritte vonseiten der Bundesregierung gibt. Für 11. Mai ist eine Vorstandssitzung anberaumt. Könnten die abschließenden Runden der Hinrunde im Juni oder Juli noch gespielt werden, wäre zumindest die Aufstiegsfrage geklärt. Absteiger wird es in dieser Saison keine geben. In dasselbe Horn wie Dobretsberger bläst auch Vorarlbergs Fußballpräsident Horst Lumper. „Wir warten noch. Die Hoffnung, die fehlenden Runden aus der Hinrunde in den unteren Ligen noch nachzuholen, ist bei uns gegeben“, so ein postiv eingestellter Lumper. Die Situation in Vorarlberg als aktuelle Modelregion bezüglich Corona, macht den Verantwortlichen im VFV Mut. Dennoch weiß auch Lumper, dass man sich die Türe nicht ewig offenhalten kann. „Wenn es möglich ist, die Saison verlängern zu können, dann stehen die Chancen gut, die fehlenden Spieltage nachzuholen. Eine Entscheidung wollen wir in den ersten beiden Mai-Wochen fällen“, erklärt der VFV-Boss.

VFV-Präsident Horst Lumper will bezüglich einer Entscheidung, ob der Kick im Unterhaus fortgeführt werden kann, noch bis Mai warten.<span class="copyright">paulitsc</span><span class="copyright">h</span>
VFV-Präsident Horst Lumper will bezüglich einer Entscheidung, ob der Kick im Unterhaus fortgeführt werden kann, noch bis Mai warten.paulitsch

Eliteliga-Modus

Bei einem weiteren brisanten Zukunftsthema kann Lumper hingegen etwas die Luft herauslassen. Der eigentlich vom Salzburger Verband geplante Abgang aus der Eliteliga wurde auf Sommer 2022 verschoben. „In Salzburg hat man sich dazu entschlossen, noch eine weitere Saison im bestehenden Modus dranzuhängen. Bis dahin hat der Salzburger Landesverband signalisiert, einen Vorschlag für eine Änderung des Eliteliga-Modus vorzulegen.“ Eine Änderung für die VN.at-Eliteliga soll laut Lumper bereits für die nächste Saison fixiert sein. „Eine Spielzeit mit neun Mannschaften wollen wir sicher nicht wieder. Das Ziel ist es zudem, in jeder unteren Klasse eine gerade Zahl an Teams zu haben. Wie diese dann aber im Detail aussehen, hängt auch davon ab, wie und ob wir eben die Hinrunde aus der Saison 2020/21 fertigspielen können.“