Einer mit einer Altach-DNA

Sport / 14.04.2021 • 22:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Werner Grabherr ist im Olympiazentrum angestellt. gepa/3, Steurer/2
Werner Grabherr ist im Olympiazentrum angestellt. gepa/3, Steurer/2

Beim Cashpoint SCR Altach steht die Sportchef-Entscheidung an.

Altach Zuletzt war es still geworden bezüglich der Suche nach einem neuen Sportchef beim Bundesligist Cashpoint SCR Altach. Knapp drei Wochen sind nun vergangen, seit der Klub die Entscheidung, den Vertrag mit Sportdirektor Christian Möckel über die Saison hinaus nicht zu verlängern, bekanntgegeben hat. Immer wieder tauchten Namen auf, doch in der Chefetage des heimischen Vereins gab man sich betont zugeknöpft. „Zu Namen und Gerüchten gibt es von unserer Seite keine Stellungnahme“, lautete stets die Botschaft aus der Geschäftsstelle. Eine Bestätigung gab es von Geschäftsführer Christoph Längle nur hinsichtlich des Zeitrahmens. „Den Namen gibt es zeitnah“, gab der 50-Jährige stets zu Protokoll.

Als Fußballklub, der sich der Region verpflichtet fühlt und der diese Verpflichtung in Zukunft noch intensiver wahrnehmen möchte, wird dies auf der Suche nach einem Möckel-Nachfolger mit ein zentrales Thema sein. In Altach soll der Neue eine Spielphilosophie entwickeln und so dem Klub zu einer neuen Außendarstellung verhelfen. Deshalb spricht viel für einen „Entwickler“, der auch für Führungskompetenz steht. Wünschenswert, und das war in den letzten Wochen immer wieder zu hören, wäre „einer mit einer Altach-DNA“. Das deutet auf eine Suche Richtung ehemaliger Spieler oder Mitarbeiter hin.

Die VN haben mögliche Kandidaten unter die Lupe genommen. Eric Orie, der einst beim FC Lustenau als Trainer und Sportchef fungierte. Der 53-Jährige, zuletzt auch Cotrainer von Damir Canadi (Atromitos Athen, 1. FC Nürnberg), dürfte mit seiner Lustenauer Vergangenheit nicht in der Poleposition stehen. Diesbezüglich hat Ex-SCRA-Spieler und Fanliebling Hannes Aigner die besseren Karten. Der Tiroler hat sich nach Karriereende für einen anderen Weg entschieden. Aigner, der vor einem Monat seinen 40. Geburtstag gefeiert hat, arbeitet als Spielerberater, auch für aktuelle Altach-Spieler, und ist damit nicht frei für den Job. Nachdem der Vertrag von Philipp Netzer mit Saisonende ausläuft, kommt auch der aktuelle SCRA-Kapitän ins Spiel. Umso mehr, als er insgesamt 13 aktive Saisonen in Altach in den Beinen hat. Der 35-Jährige zeigte aber zuletzt gegen St. Pölten, wie wertvoll er noch als Spieler für die Mannschaft sein kann. Somit ist nicht auszuschließen, dass Netzer noch ein weiteres Jahr, möglicherweise als Stand-by-Profi, anhängt.

Einer, dessen Name immer wieder im Zusammenhang mit Altach fällt, ist Roland Kirchler. Als Trainer der AKA Tirol verfügt der 50-Jährige zudem über wichtiges Wissen, den Nachwuchs betreffend. Nicht zu vergessen Werner Grabherr. Er ist ein Mann der ersten Stunde beim SCRA, mit einem abgeschlossenen BWL-Studium und mit der UEFA-Pro-Lizenz in der Tasche. Der 35-Jährige arbeitete im Verein schon als Marketingmann, als Trainer der Amateure und der Juniors sowie als Videoanalyst. Beste Voraussetzungen also für den Job, zumal er bei seinem Abgang in Altach im März 2019 nie ein Hehl daraus gemacht hat, dass für ihn eine Rückkehr immer eine Option darstelle.